{"id":4106,"date":"2019-07-21T13:43:40","date_gmt":"2019-07-21T13:43:40","guid":{"rendered":"http:\/\/resistantbees.es\/?p=4106"},"modified":"2019-07-21T13:43:40","modified_gmt":"2019-07-21T13:43:40","slug":"cst-studie-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/resistantbees.es\/?p=4106","title":{"rendered":"CST Studie Teil 3"},"content":{"rendered":"<div id=\"wrapper\">\n<div id=\"header\">\n<h1><a title=\"GesundeBiene.at\" href=\"http:\/\/www.gesundebiene.at\/\" name=\"top\"><\/a><\/h1>\n<\/div>\n<div id=\"content\">\n<div id=\"post-389\">\n<h2>CST-Studie aus dem Jahr 2003 Teil 3<\/h2>\n<div>\n<p><span style=\"font-size: 20px;\">Zweiter Teil\u00a0: Evaluierung der Risiken. 1<\/span><\/p>\n<p>5 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Evaluierung der Wirkungen. 2<\/p>\n<p>5.1 Methodologie. 2<\/p>\n<p>5.2 Evaluierung der Wirkungen anhand der Daten der akuten Toxizit\u00e4t infolge 1 einzigen Imidacloprid-Anwendung\u00a0 3<\/p>\n<p>5.3 Evaluierung der Wirkungen anhand der Daten \u00fcber chronische Toxizit\u00e4t infolge wiederholter oraler Imidacloprid-Anwendung. 3<\/p>\n<p>5.4 Evaluierung der Wirkungen anhand der Untersuchung der subletalen Toxizit\u00e4t 3<\/p>\n<p>5.4.1 Untersuchungen im Labor 3<\/p>\n<p>5.4.2 Untersuchungen im Tunnel 3<\/p>\n<p>5.4.3 Freilanduntersuchungen. 3<\/p>\n<p>5.4.4 Zusammenfassung zur Berechnung des PNEC.. 3<\/p>\n<p>6 Evaluierung der Exposition. 3<\/p>\n<p>6.1 Die Berechnung der vorhergesagten Expositionskonzentrationen (PEC) 3<\/p>\n<p>6.2 Pollen. 3<\/p>\n<p>6.3 Nektar und Honig. 3<\/p>\n<p>7 Evaluierung der Risiken. 3<\/p>\n<p>7.1 Szenario 1: Pollenverbrauch der Larven. 3<\/p>\n<p>7.2 Szenario 2: Pollenverbrauch der Ammen. 3<\/p>\n<p>7.3 Szenario 3\u00a0: Die Pollensammlerinnen\u00a0: orale Intoxikation. 3<\/p>\n<p>7.4 Szenario 4: Die Sammlerinnen von Sonnenblumennektar 3<\/p>\n<p>7.5 Szenario 5: Die Stockbienen. 3<\/p>\n<p>Dritter Teil: Empfehlungen f\u00fcr den Erwerb von Daten, die Laufe der Evaluierung der Risiken, die w\u00e4hrend der Evaluierung nicht erschienen sind. 3<\/p>\n<p>8. Empfehlungen hinsichtlich der Expositionsdaten der Bienen. 3<\/p>\n<p>8.1 Zu erwerbende Daten bez\u00fcglich Imidacloprid und seinen Bestandteilen. 3<\/p>\n<p>8.2 Allgemeine Empfehlungen. 3<\/p>\n<p>9 Empfehlungen bez\u00fcglich der Toxizit\u00e4tsdaten durch wiederholte Anwendung der aktiven Substanz. 3<\/p>\n<p>9.1 Zu erwerbenden Daten bez\u00fcglich Imidacloprid und seinen Stoffwechselprodukten. 3<\/p>\n<p>9.2 Allgemeine Empfehlungen hinsichtlich der Untersuchungen zu den letalen oder subletalen Wirkungen\u00a0 3<\/p>\n<p>9.3 Allgemeine Empfehlungen bez\u00fcglich der Untersuchungen im abgeschlossenen Bereich und auf dem Feld\u00a0 3<\/p>\n<p>10. Durchzuf\u00fchrende Arbeiten zur Vervollst\u00e4ndigung der multifaktoriellen Untersuchung. 3<\/p>\n<h1 align=\"center\">Zweiter Teil\u00a0: Evaluierung der Risiken<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Evaluierung der Risiken f\u00fcr Bienen in Verbindung mit der Verwendung von Imidacloprid als Saatgutbeizmittel kann nach dem klassischen Ansatz f\u00fcr die Evaluierung der Risiken umgesetzt werden, d.h.: als Vergleich zwischen dem Grad der Exposition und den mit diesem Molek\u00fcl verbundenen Gefahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Derzeit werden verschiedene Methodologien, welche alle auf dem oben dargestellten klassischen Ansatz beruhen, in den verschiedenen Verordnungen beschrieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die erste Methodologie ist die, welche basierend auf der europ\u00e4ischen Richtlinie 67\/548 im technischen Handbuch f\u00fcr die Evaluierung der Risiken in Verbindung mit neuen und bereits existierenden chemischen Substanzen oder dem <em>Technical Guidance Document<\/em> entwickelt wurde. Die zweite entspricht der Methodologie der Evaluierung der Risiken in Verbindung mit der Verwendung\u00a0 von Pflanzenschutzmitteln und wurde auf der Grundlage der europ\u00e4ischen Richtlinie 91\/414 (Richtlinie 96\/12, entsprechend den Anh\u00e4ngen II und III der Richtlinie 91\/414) entwickelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In beiden F\u00e4llen besteht die Evaluierung der Risiken darin, eine im voraus festgelegte Expositionskonzentration, im Allgemeinen \u201ePEC\u201c (<em>Predicted Environmental Concentration<\/em>) genannt mit einer Konzentration, von welcher keine Auswirkung auf die Umweltorganismen erwartet wird, der \u201ePNEC\u201c (<em>Predicted No Effect Concentration<\/em>). Ein Risiko wird also deutlich herausgestellt, wenn das Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC h\u00f6her als 1 ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Falle der Evaluierung\u00a0 der Risiken f\u00fcr Bienen in Verbindung mit der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln (Richtlinie 91\/414) ist der entwickelte Ansatz, obwohl sie auf den gleichen Konzepten von Exposition und Wirkung beruht, leicht abweichend von dem Ansatz \u201echemische Substanzen\u201c. Tats\u00e4chlich wurde in diesem Fall nur im ersten Ansatz ein Risikoquotient entwickelt, welcher dem Zusammenhang zwischen der Anwendungsdosis auf dem Feld (in mg\/ha) und der akuten LD50 bei Hautkontakt oder oraler Aufnahme entspricht. Im Falle von Saatgutbeizmitteln entspricht der Begriff der Dosis pro Hektar nicht der tats\u00e4chlichen Bedeutung. Daher ist die Methode f\u00fcr die Bestimmung des Risikoquotienten also nicht anwendbar.<\/p>\n<p>Aus diesem Grunde wird die Evaluierung der Risiken f\u00fcr Bienen in Verbindung mit der Saatgutbeizung gem\u00e4\u00df dem Verfahren\u00a0 f\u00fcr \u201eneue und bereits existierende Chemikalien\u201c durchgef\u00fchrt wird, einem Verfahren, welches auf der Ebene der Europ\u00e4ischen Union als Konsens vereinbart wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die PEC ist die Dosis, welcher die Biene ausgesetzt ist, entweder beispielsweise die durch die Biene bei der Aufnahme von Honig, Nektar und Pollen oral aufgenommene Dosis. In der Berechnung der Risikoevaluierung wird dieser Wert mit Hilfe der Teil 6.1. entwickelten Expositionsszenarien gesch\u00e4tzt. Die Methodologie zur Bestimmung der PNEC wird in Teil 5.1 entwickelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>5 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Evaluierung der Wirkungen<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>5.1 Methodologie<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Falle neuer und bereits existierender Chemikalien sind die Gefahren anhand einer voraussehbaren Konzentration ann\u00e4hernd ohne Auswirkung auf die \u00d6kosysteme, das hei\u00dft f\u00fcr die Gesamtheit aller Arten der \u00d6kosysteme zu Wasser und zu Lande. Dieser Wert ergibt sich normalerweise durch die Verwendung eines Unsicherheitsfaktors der aus den Laborversuchen gewonnenen Testdaten gem\u00e4\u00df der im <em>Technical Guidance Document<\/em> dargelegten Prinzipien bez\u00fcglich der Evaluierung der Risiken chemischer Produkte. Die Berechnung der PNEC erfolgt durch die Division des niedrigsten L(E)C<sub>50<\/sub> (Lethal (Efficient) Concentration50) oder des NOEC (No Observed Effect Concentration) durch einen Unsicherheitsfaktor. Diese Faktoren wurden aufgestellt, um folgende Unsicherheiten darzustellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Schwankung der Toxizit\u00e4tsdaten innerhalb und au\u00dferhalb des Labors, die Schwankung der intra- und extraspezifischen Daten,<\/li>\n<li>Die Extrapolation der Daten der kurzzeitigen Toxizit\u00e4t zur Langzeittoxizit\u00e4t,<\/li>\n<li>die Extrapolation der Laborversuche zu Freilandversuchen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Wert des Unsicherheitsfaktors h\u00e4ngt von der Art und der Menge der verf\u00fcgbaren Daten ab. So nimmt dieser Faktor ab, wenn Daten \u00fcber die Organismen, welche mehrere trophische Niveaus, mehrere taxonomische Gruppen vertreten, oder wenn Daten \u00fcber eine chronische Toxizit\u00e4t verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um diese Aussage darzustellen, wurden die Unsicherheitsfaktoren, welche normalerweise zur Bestimmung des PNEC f\u00fcr die terrestrische Umwelt verwendet werden, sind in Tabelle XLI als Richtwerte zusammengetragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle XLI: Unsicherheitsfaktoren f\u00fcr die Berechnung eines PNEC<sub>terrestrisch<\/sub> (gem\u00e4\u00df dem Technical Guidance Document)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"326\">\n<p align=\"center\"><strong>Verf\u00fcgbare Angaben<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"137\">\n<p align=\"center\"><strong>Unsicherheitsfaktor<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"326\">\n<p align=\"center\">T\u00f6dliche Konzentration 50%, erzielt bei Tests akuter Toxizit\u00e4t<\/p>\n<p align=\"center\">(z.B. Pflanzen, Erdw\u00fcrmer oder Mikroorganismen)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"137\">\n<p align=\"center\">1000<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"326\">\n<p align=\"center\">Wirkungslose Konzentration (NOEC), erzielt bei einem Versuch der chronischen Toxizit\u00e4t (z.B. Pflanzen)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"137\">\n<p align=\"center\">100<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"326\">\n<p align=\"center\">Wirkungslose Konzentration (NOEC), erzielt bei Versuchen \u00fcber die chronische Toxizit\u00e4t, die 2 trophische Niveaus vertreten<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"137\">\n<p align=\"center\">50<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"326\">\n<p align=\"center\">Wirkungslose Konzentration (NOEC), erzielt bei Versuchen \u00fcber die chronische Toxizit\u00e4t an drei Arten von 3 trophischen Niveaus<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"137\">\n<p align=\"center\">10<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"326\">\n<p align=\"center\">Daten auf freiem Feld<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"137\">\n<p align=\"center\">Von Fall zu Fall<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die in der oben stehenden Tabelle vorgeschlagenen Unsicherheitsfaktoren sollen die Evaluierung eines PNEC f\u00fcr das gesamte \u00d6kosystem erm\u00f6glichen. Im vorliegenden Fall ist das Ziel die Evaluierung eines PNEC f\u00fcr eine gegebene taxonomische Gruppe, die Bestimmung der Unsicherheitsfaktoren werden also durch diese Tabelle unter Ber\u00fccksichtigung der vorgeschlagenen Abstufung angepasst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Wert des PNEC wird entweder anhand der Daten \u00fcber die akute Toxizit\u00e4t (1 einzige Imidacloprid-Anwendung), \u00fcber die wir verf\u00fcgen, oder anhand der Daten \u00fcber die chronische Toxizit\u00e4t (wiederholte Anwendung) oder anhand der Daten \u00fcber die subletale Toxizit\u00e4t (infolge einer oder mehrerer Imidacloprid-Anwendungen) bestimmt, indem er sie mit einem Unsicherheitsfaktor verbindet. Bei allen neuen Daten, die es erm\u00f6glichen, die Extrapolation zu verringern (beispielsweise Daten \u00fcber chronische Toxizit\u00e4t im Vergleich mit Daten \u00fcber akute Toxizit\u00e4t) wird dieser Unsicherheitsfaktor verringert (im allgemeinen um einen Faktor von 10).<\/p>\n<p>Obwohl man derzeit die Risiken der Bienen im Rahmen der Markteinf\u00fchrung verschiedener Pflanzenschutzmittel, welche an den oberirdischen Teilen der Kulturen angewendet werden auswertet, ist die angewandte Methodologie der Evaluierung, welche in diesem Bericht angewandt wird, original und noch nie da gewesen. Sie beruht n\u00e4mlich auf:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 den Messungen der Konzentration der aktiven Substanz in unterschiedlichen Substraten, welche von Bienen geerntet oder nicht geerntet werden, Messungen, welche normalerweise f\u00fcr ein klassisches Pestizid nicht verf\u00fcgbar sind<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die Entwicklung der Expositionsszenarien einer aktiven Substanz in \u00dcbereinstimmung mit den derzeitigen Kenntnissen \u00fcber Bienen.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die Anwendung der Unsicherheitsfaktoren, welche \u00fcblicherweise in der Evaluierung der toxischen Risiken unter Ber\u00fccksichtigung der \u00dcbereinstimmung zwischen der Versuchssituation und der Situation auf dem Feld verwendet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Anbetracht der spezifischen Besonderheiten der durchgef\u00fchrten Evaluierung, das hei\u00dft der Bestimmung eines PNEC f\u00fcr Bienen und nicht eines PNEC f\u00fcr das gesamte \u00d6kosystem, werden die Unsicherheitsfaktoren, obwohl sie sich an denen, die im TGD vorgestellt wurden, orientieren, von Fall zu Fall ermittelt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>5.2 Evaluierung der Wirkungen anhand der Daten der akuten Toxizit\u00e4t infolge 1 einzigen Imidacloprid-Anwendung<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>*\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Intoxikation durch orale Aufnahme<\/h6>\n<p>Die Imidacloprid-Konzentration, welche voraussichtlich ohne Auswirkung f\u00fcr die Bienen bleibt, wird auf Basis der Daten \u00fcber akute orale Toxizit\u00e4t gesch\u00e4tzt. Die LD50 48h von Imidacloprid liegt zwischen 4 und 71 ng\/Biene (siehe Abschnitt 4.1.1). Der niedrigste Wert dieser Spanne wird f\u00fcr die Berechnung der voraussichtlich wirkungslosen Konzentration verwendet.<\/p>\n<p>Entsprechend Tabelle XLI m\u00fcsste der Unsicherheitsfaktor 1000 betragen. Da jedoch die akute Toxizit\u00e4t von Imidacloprid in zahlreichen Versuchen mit \u00fcbereinstimmenden Ergebnissen (unterschiedliche Laboratorien, unterschiedliche Rassen) gesch\u00e4tzt wurde und die Evaluierung nur eine taxonomische Gruppe betrifft und der bestehende Unsicherheitsfaktor dieser Daten sich verringert, scheint es uns daher m\u00f6glich, den Unsicherheitsfaktor von 1000 auf 100 herabgesetzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>PNEC = 4\/100 = 0,04 ng = 40 pg\/Biene<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 *\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Topische Intoxikation<\/h6>\n<p>Die LD50 von Imidacloprid durch topische Einwirkung liegt zwischen 6,7 und 243 ng pro Biene. Hier gilt die gleiche Schlussfolgerung, die auch bei der akuten oralen Intoxikation gilt. Der PNEC beruht also auf einem niedrigeren Wert des Toxizit\u00e4tsbereiches. Es werden die gleichen Unsicherheitsfaktoren verwendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Faktor von 100 f\u00fchrt zu einem PNEC-Wert von:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>PNEC = 6,7 \/100 = 0,067ng = 67 pg\/Biene<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>5.3 Evaluierung der Wirkungen anhand der Daten \u00fcber chronische Toxizit\u00e4t infolge wiederholter oraler Imidacloprid-Anwendung<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die voraussichtliche Konzentration ohne Auswirkung wird anhand der Daten \u00fcber die chronische Toxizit\u00e4t in Abschnitt 4.1.2 gesch\u00e4tzt:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 LD50 10 Tage = 0,012 ng \/ ab in den Untersuchungen von Avignon (Suchail, 2001, M47)<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 NOEC 11 Tage = 17 ng\/Biene in den Untersuchungen von Bures-sur-Yvette (Decourtye, 2000, M33)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Theoretisch beruht die Berechnung des PNEC auf dem niedrigsten aller erzielten Werte. Es wurde ein Verh\u00e4ltnis von 1000 zwischen der LD50von Suchail und dem NOEC der Untersuchung von Decourtye beobachtet. Jedoch unterscheiden sich die Untersuchungsprotokolle dieser 2 Autoren sehr voneinander (s. Anhang XX), n\u00e4mlich was die Stichproben der Bienen und ihr Alter angeht. Angesichts dieser Unterschiede in den Protokollen sind die beiden Untersuchungen nicht miteinander vergleichbar und zwingen uns dazu, diese 2 Ergebnisse zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der PNEC f\u00fcr das gesamte \u00d6kosystem wird von der LD50 eines Versuchs der akuten Toxizit\u00e4t unter Anwendung eine Unsicherheitsfaktors von 1000 abgeleitet. Da es sich um eine LD50 eines Langzeitversuchs handelt, scheint es uns m\u00f6glich, den gleichen Unsicherheitsfaktor (100) zu verwenden, der auch f\u00fcr eine NOEC eines Langzeitversuchs angewendet wird. Dieser Unsicherheitsfaktor wird f\u00fcr die Bestimmung eines PNEC f\u00fcr die Gesamtheit aller taxonomischen Gruppen des \u00d6kosystems verwendet. Wenn, wie dies hier der Fall ist, es sich darum handelt, einen PNEC f\u00fcr eine gegebene taxonomische Gruppe\u00a0 zu bestimmen, so scheint es uns vern\u00fcnftig, sich \u00fcber einen Faktor 10auf den Unsicherheitsfaktor hinwegzusetzen, einem Faktor, der es erm\u00f6glicht, die Schwankungen zwischen den taxonomischen Gruppen abzudecken und so den Unsicherheitsfaktor von 100 auf 10 zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die Anwendung dieses Unsicherheitsfaktors von 10 f\u00fchrt zu folgender PNEC:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>PNEC <sub>Suchail<\/sub> = 0.012\/10.= 0,0012 ng = 1,2 pg\/Biene<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was die Larven angeht, so verf\u00fcgen wir \u00fcber keinerlei g\u00fcltigen Toxizit\u00e4tsdaten und k\u00f6nnen daher nicht den PNEC bestimmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>5.4 Evaluierung der Wirkungen anhand der Untersuchung der subletalen Toxizit\u00e4t<\/h2>\n<p>Der voraussehbare Konzentration wird anhand der Daten hinsichtlich der drei verf\u00fcgbaren Untersuchungsarten gesch\u00e4tzt: die Untersuchungen im Labor, die Untersuchungen im Tunnel und die Untersuchungen auf freiem Feld.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>5.4.1 Untersuchungen im Labor<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>a)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Intoxikation infolge 1 einzigen oralen Imidacloprid-Anwendung<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Entsprechend der in Abschnitt 4.2.1, Tabelle XXIX vorgestellten Ergebnisse der verschiedenen Untersuchungen und entsprechend der untersuchten Art der Auswirkung (Knockdown-Wirkung, Auswirkung auf die Motorik, Auswirkung auf den Retraktionsreflex des Proboscis, Auswirkung auf die Nahrungsaufnahme), liegt die NOEC zwischen 0,94 ng\/ab (Wilhelmy, 2000, M217) und 9 ng\/ab (Barth, 2000, M220).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Berechnung des PNEC erfolgt basierend auf dem niedrigsten Wert dieses Bereichs. Wenn es sich um Daten \u00fcber eine kurzzeitige orale Intoxikation handelt, muss ein Faktor von 100 verwendet werden. Nichtsdestotrotz scheint ein Faktor von 50 in einer ersten Evaluierung anwendbar zu sein, da die Berechnung auf einer Dosis ohne Wirkung basiert (und nicht auf einer Dosis mit einer 50%igen Wirkung) und die gemessene Wirkung eine subletale Wirkung ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>PNEC = 0,94 \/ 50 = 0,02 ng = 20 pg\/Biene<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>b)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Intoxikation infolge einer wiederholten oralen Imidacloprid-Anwendung<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df der in Abschnitt 3.2.1., Tabelle XXIX, durchgef\u00fchrten und dargestellten Untersuchungen sind die Ergebnisse in Form des NOEC oder des LOEC ausgedr\u00fcckt. Im Falle des Fehlens des NOEC f\u00fcr eine Untersuchung beruht die Berechnung der voraussichtlich wirkungslosen Konzentration auf einem LOEC.<\/p>\n<p>Entsprechend der Art der durchgef\u00fchrten Untersuchung und der Art der gemessenen Wirkung liegen die Toxizit\u00e4tsdaten zwischen 0,2 ng\/ab (wobei der NOEC einer Wirkung auf die olfaktorische Konditionierung des Retraktionsreflexes des Proboscis entspricht, Decourtye und Pham D\u00e9l\u00e8gue, 2000, M33, Sommeruntersuchungen) und 0,87 ng\/ab (LOEC \u00fcber Pollenkonsum und Wachsproduktion, Colin, 1998, M32, M115, M233 und M238) f\u00fcr erwachsene Bienen. Der Retraktionsreflex des Proboscis erm\u00f6glicht es, die olfaktorischen Lernkapazit\u00e4ten der Biene zu untersuchen und die m\u00f6glichen sensorischen und integrativen Funktionsst\u00f6rungen hervorzuheben, auf welchen die Wahrnehmung von Umweltsignalen und der Lernprozess beruhen. Wenn dieses Verfahren \u00fcblicherweise f\u00fcr die Untersuchung des Verhaltens beim Nektarsammeln angewendet wird, so ist die Wahrnehmung von Umweltsignalen gleicherma\u00dfen wichtig f\u00fcr Stockbienen. Aufgrund dieser Tatsache k\u00f6nnen die anhand des REP hervorgehobenen kognitiven Defizite die Sammelbienen und die Stockbienen betreffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Berechnung des PNEC f\u00fcr erwachsene Bienen (Sammel- und Stockbienen) beruht also auf dem niedrigsten Wert dieses Bereichs mit einem Unsicherheitsfaktor von 10, entsprechend, da die Berechnung auf einer Konzentration ohne Auswirkung beruht und da es sich um eine chronische Intoxikation und die Berechnung einer subletalen Wirkung handelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>PNEC = 0,20 \/ 10 = 0,020 ng = 20 pg\/Biene<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>c)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Intoxikation infolge 1 einzigen topischen Imidacloprid-Anwendung<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die voraussichtlich wirkungslose Konzentration wird auf der Grundlage des NOEC gesch\u00e4tzt, oder in Ermangelung der in Tabelle XXIX in Kapitel 3.2.1 dargestellten LOEC-Werte der Untersuchungen. Da die Versuchsergebnisse entsprechend der Persistenz der Wirkung je nach\u00a0 Dauer ausgedr\u00fcckt werden, werden die Ergebnisse, die der l\u00e4ngstm\u00f6glichen anhaltenden Wirkungen entsprechen, f\u00fcr die Evaluierung der Risiken vorbehalten. Zum Beispiel wenn ein LOEC nach 15 Minuten und nach 30 Minuten gemessen wird, so wird der LOEC nach 30 Minuten f\u00fcr die Evaluierung der Risiken verwendet, da dieser repr\u00e4sentativer f\u00fcr die m\u00f6gliche nat\u00fcrliche Genesung der Bienen in einer Umgebung nach einer Belastung ist.<\/p>\n<p>Die Toxizit\u00e4tsdaten liegen also zwischen 0,1 ng\/Biene (LOEC nach 4 Stunden des REP der Bienen w\u00e4hrend der Tage 4-7 der Untersuchung von Guez, 2001, A31) und 40 ng\/Biene (LOEC \u00fcber die Knockdown-Wirkung und die Auswirkung auf die motorische Koordination nach 4 Stunden in der Untersuchung von Thompson, 2000 M218 oder nach 24 Stunden in der Untersuchung von Barth, 2000, M220 und Wilhelmy, 2000, M217).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Berechnung des PNEC beruht also auf dem niedrigsten Wert dieses Bereichs, und der verwendete Unsicherheitsfaktor ist analog zur akuten oralen Intoxikation 50.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>PNEC = 0,1 \/ 50 = 0,002 ng = 2 pg\/Biene<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>5.4.2 Untersuchungen im Tunnel<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die in Tabelle XXXV dargestellten Ergebnisse der verschiedenen Untersuchungen haben zu LOEC-Werten von einschlie\u00dflich 0,075 ng\/Biene (Auswirkung auf die H\u00e4ufigkeit der Besuche der Futtermaschine und der Dauer der Nahrungsaufnahme in der Studie von Colin, 2000, M3, M114 und M193) und 7 ng\/Biene (Wirkungen auf die Schw\u00e4nzelt\u00e4nze, auf die Zeit f\u00fcr die Stocksuche und auf die trophologischen Kontakte in den Untersuchungen von Kirchner, 1998, 1999 und 2000, M12, M14, M84) gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die voraussichtliche Konzentration ohne Auswirkung wird anhand der niedrigsten Werte des LOEC-Bereichs gesch\u00e4tzt unter Ber\u00fccksichtigung eines Unsicherheitsfaktors von 10, unter Anpassung der Bedingungen der Exposition der Sammlerbiene in Ann\u00e4herung an die nat\u00fcrlichen Bedingungen f\u00fcr diese Untersuchungen, welche sehr repr\u00e4sentativ sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>PNEC = 0,075 \/ 10 = 0,0075 ng = 7,5 pg\/Biene<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>5.4.3 Freilanduntersuchungen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die in Tabelle XL dargestellten Ergebnisse der verschiedenen Untersuchungen haben zu NOEC-Werten von einschlie\u00dflich 0,25 ng\/Biene (NOEC der Schw\u00e4nzelt\u00e4nze, der Rundt\u00e4nze und der Genauigkeit des Winkels in den Untersuchungen Kirchner, 1998, 1999 und 2000, M12, M14 und M94) und 7 ng\/Biene (NOEC der Untersuchungen von Belzunces, 1998 und 2001, M32, M53 und M244) gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die nektarsammelnden Bienen d\u00fcrften die Freilanduntersuchungen diejenigen sein, die am besten die Umweltbedingungen repr\u00e4sentieren. Jedoch wurden diese Untersuchungen an Futtermaschinen durchgef\u00fchrt und entsprechen daher \u00fcberhaupt nicht den wirklichen Expositionsbedingungen der Sammelbienen in der Umgebung. Vorsichtshalber wird ein Unsicherheitsfaktor von 5 beim niedrigsten NOEX angewendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>PNEC = 0,25 \/ 5 = 0,05 ng = 50 pg\/Biene<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>5.4.4 Zusammenfassung zur Berechnung des PNEC<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle I\u00a0: Zusammenfassende Tabelle zur Berechnung des PNEC bei oraler Intoxikation durch Imidacloprid<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"307\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\"><strong>Beobachtete Variable<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"102\"><strong>Unsicherheitsfaktor<\/strong><\/td>\n<td width=\"76\"><strong>PNEC<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"5\" valign=\"top\" width=\"638\"><strong>Akute Toxizit\u00e4t<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"307\">DL50 48h = 4 ng\/Biene<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">\n<p align=\"center\">Mortalit\u00e4t<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p align=\"center\">100<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">40 pg\/Biene<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"5\" valign=\"top\" width=\"638\"><strong>Chronische Toxizit\u00e4t durch orale Aufnahme<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"307\">Erwachsene Bienen\u00a0: LD50 10T = 0,012 ng\/Biene<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">\n<p align=\"center\">Mortalit\u00e4t<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p align=\"center\">10<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">1,2 pg\/Biene<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"5\" valign=\"top\" width=\"638\"><strong>Subletale Toxizit\u00e4t<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" width=\"154\"><em>Labor<\/em><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><strong>1 einzige Behandlung durch orale Gabe<\/strong>NOEC = 0,94 ng\/Biene<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">Verhaltensver\u00e4nderungen<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"102\">\n<p align=\"center\">50<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"76\">\n<p align=\"center\">20 pg\/Biene<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><strong>Wiederholte orale Behandlung<\/strong>NOEC = 0,2 ng\/Biene<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">Verhaltenver\u00e4nderungen<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"102\">\n<p align=\"center\">10<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"76\">\n<p align=\"center\">20 pg\/Biene<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><em>Unter Tunnel<\/em><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">Am FutterautomatLOEC = 0,075 ng\/Biene<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">Verhaltensver\u00e4nderungen<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"102\">\n<p align=\"center\">10<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"76\">\n<p align=\"center\">7,5 pg\/Biene<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><em>Freiland<\/em><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">Am FutterautomatNOEC = 0,25 ng\/Biene<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">Verhaltensver\u00e4nderungen<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"102\">\n<p align=\"center\">5<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"76\">\n<p align=\"center\">50 pg\/Biene<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle II\u00a0: Zusammenfassende Tabelle \u00fcbe die Berechnung des PNEC durch topische Intoxikation durch Imidacloprid<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" valign=\"bottom\" width=\"307\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\"><strong>Beobachtete Variable<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"102\">\n<p align=\"center\"><strong>Unsicherheitsfaktor<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"76\">\n<p align=\"center\"><strong>PNEC<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><strong>Akute Toxizit\u00e4t<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\"><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">LD50 = 6,7 ng\/Biene<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">\n<p align=\"center\">Mortalit\u00e4t<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p align=\"center\">100<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">67 pg\/Biene<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><strong>Subletale Toxizit\u00e4t<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\"><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><em>Labor <\/em><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><strong>1 einzige Behandlung durch orale Gabe<\/strong>LOEC = 0,1 ng\/Biene<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">Verhaltensver\u00e4nderungen<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">\n<p align=\"center\">50<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">2 pg\/Biene<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>6 Evaluierung der Exposition<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Imidaclopridmenge, die imstande ist, in eine Kolonie einzudringen, ist sehr variabel und h\u00e4ngt von den Arten und der Oberfl\u00e4che der behandelten Kulturen in deren Umgebung ab, so wie von der Lese der Arbeiterinnen, was den gesammelten Pollen oder Nektar angeht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>6.1 Die Berechnung der vorhergesagten Expositionskonzentrationen (PEC)<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es sind mehrer Arten in Intoxikation der Bienen vorhersehbar, je nach:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 der von den Bienen gesammelten und verwendeten Nahrung (Pollen und \/ oder Nektar)<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 der Art der Bienen, die diese Nahrung behandelt und verwendet: Larven, Stockbienen von weniger als 3 Wochen (Ammen zum Beispiel) und Sammelbienen von mehr als 3 Wochen (Sammlerinnen),<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 der Jahreszeit (Fr\u00fchjahr, Sommer, Herbst und Winter).<\/p>\n<p>Wir haben also eine Reihe von Hypothesen aufgestellt und mehrere Intoxikationsszenarien ausgearbeitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anmerkung: In Anbetracht der kaum lipophilen Eigenschaften von Imidacloprid wird dessen Ansammlung im Wachs nicht erwartet, kann aber nicht ausgeschlossen werden (Stadler, 2000, M142).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>6.2 Pollen<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der von den Sammlerinnen zum Stock gebrachte Pollen wird entweder f\u00fcr eine sofortige oder eine sp\u00e4tere Verwendung gelagert. Die Folgen einer Vergiftung dieses Pollens k\u00f6nnten daher sich daher erst nach einigen Wochen bis zu einigen Monaten bemerkbar machen, zum Beispiel am Ende der \u00dcberwinterung.<\/p>\n<p>Da bis heute keine Daten \u00fcber die m\u00f6gliche chemische Instabilit\u00e4t von Imidacloprid im gelagerten ollen zur Verf\u00fcgung stehen, geht die erste Evaluierung der Risiken von der Vermutung aus, dass die Zusammensetzung stabil bleibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir verf\u00fcgen \u00fcber dosierte Imidaclopridmengen im Pollen der Bl\u00fcten (Sonneblumen und Mais) und im Pollen der Falle.<\/p>\n<p>Die Daten bez\u00fcglich dem Pollen der Fallen sind aus zwei Gr\u00fcnden schwer zu verwenden:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die Aufstellung der Pollenfallen zieht eine St\u00f6rung der Aktivit\u00e4t der Kolonie nach sich, welche Kompensationsmechanismen in Gang setzt, um die durch die Falle verursachten Pollenverluste ausgleicht. Derzeit bringen Pollenfallen Ertr\u00e4ge von 20 bis 40 %. Aufgrund dieser Kompensationsmechanismen stellen der Pollen der Falle und umso mehr die Imidaclopriddosierungen in den Fallen aus quantitativer Sicht nicht das dar, was in den Stock kommt.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Au\u00dferdem kann der in den Fallen gesammelte Pollen von verschiedenen Bl\u00fctenarten stammen und daher mehr oder weniger mit Imidacloprid kontaminiert sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aufgrund dieser Verf\u00e4lschungen, welche die Einbeziehung der Imidaclopriddosierungen im Fallenpollen nach sich ziehen k\u00f6nnen, beruht unsere Evaluierung der Exposition einzig und allein auf den Ergebnissen der Dosierungen im Bl\u00fctenpollen.<\/p>\n<p>Es bleibt trotzdem bei der Tatsache, dass die Fallen ihr Interesse beibehalten, um den Pollen zu sch\u00e4tzen, \u00fcber den die Bienen auf qualitativer Ebene verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p>Szenario 1 : Ern\u00e4hrung der Larven<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Larven werden von den Ammen mit einer Mischung aus Pollen, Honig und Sekreten der hypopharyngalen und mandibul\u00e4ren Dr\u00fcsen, \u201eBienenbrot\u201c genannt. Die Larven verzehren haupts\u00e4chlich am 4. und 5. Tag ihres Lebens Pollen. Die in der Literatur verf\u00fcgbaren Daten sch\u00e4tzen die Menge der aufgenommenen Nahrung pro Larve innerhalb von 5 Tagen auf 42 mg (Haydak, 1968, A171). Die Untersuchung des Verdauungstraktes einer Bienenlarve zeigt, dass durchschnittlich 1,7 mg Maispollen verzehren, wobei dieser Verbrauch nur 5 % ihres Bedarfs deckt (Babendreier, pers\u00f6nliche Mitteilung). Der Verbrauch von Mais- und Sonnenblumenpollen kann also als geringf\u00fcgig erachtet werden hinsichtlich der Gesamtmenge der von der Larve aufgenommenen Nahrung. Die Zuckerzusammensetzung in dem Larvenbrei variiert je nach Alter von 18 % (Arbeiterin, j\u00fcnger als 4 Tage) und 44 % (Arbeiterin, \u00e4lter als 4 Tage). In Anbetracht dessen, dass dieser Zucker ausschlie\u00dflich aus dem w\u00e4hrend des Winters gelagerten Vorratshonig stammt, und da der Honig durch die Verdampfung von 60 % des Wassers\u00a0 im Nektar gewonnen wird, kann man davon ausgehen, dass der Zucker aus der Umwandlung von 3 mg Nektar f\u00fcr Larven von weniger als 4 Tagen und von 46 mg Nektar f\u00fcr Larven von mehr als 4 Tagen stammt. Der Grad der Intoxikation der Larve steht im Verh\u00e4ltnis zu ihrem Alter und zu dem Prozentsatz der Kontaminierung des Sonnenblumennektars, welchen sie verzehrt (Tabelle XLIV).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle III\u00a0: Theoretisch von den Larven von weniger und mehr als 4 Tagen aufgenommene Imidaclopridmengen, die jeweils 3 und 46 mg kontaminierten Sonnenblumennektar oder Vergleichbares verzehren<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" width=\"605\">\n<p align=\"center\"><strong>Im Sonnenblumennektar\u00a0 enthaltene Imidacloprid-Konzentration = = 1,9 (\u00b5g\/kg oder ppb)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"2\" width=\"333\">\n<p align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"271\">\n<p align=\"center\"><strong>Menge des aufgenommenen Imidacloprids (pg)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"136\">\n<p align=\"center\">Arbeiterin &lt;4Tage (3 mg)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"136\">\n<p align=\"center\">Arbeiterin &gt;4 Tage<\/p>\n<p align=\"center\">(46 mg)<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"5\" width=\"167\">\n<p align=\"center\">Prozentsatz des mit Imidacloprid kontaminierten Sonnenblumennektar<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"167\">\n<p align=\"center\">100%<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"136\">\n<p align=\"center\">5,7<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"136\">\n<p align=\"center\">87<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"167\">\n<p align=\"center\">80%<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"136\">\n<p align=\"center\">4,5<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"136\">\n<p align=\"center\">70<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"167\">\n<p align=\"center\">60%<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"136\">\n<p align=\"center\">3,4<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"136\">\n<p align=\"center\">52<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"167\">\n<p align=\"center\">40%<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"136\">\n<p align=\"center\">2,3<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"136\">\n<p align=\"center\">35<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"167\">\n<p align=\"center\">20%<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"136\">\n<p align=\"center\">1,1<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"136\">\n<p align=\"center\">17<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p>Szenario 2 : Verzehr von Pollen durch die Ammen<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die 1 bis 10 Tage alten Bienen ben\u00f6tigen f\u00fcr die Entwicklung ihrer hypopharyngalen Dr\u00fcsen und ihrer Fettk\u00f6rper Pollen (Maurizio, 1954, A 156). Eine erwachsene Arbeiterin verbraucht insgesamt etwa 60 mg Pollen w\u00e4hrend der ersten 10 Tage ihres Lebens (Pain und Maugenet, 1966, A81). Wenn der verzehrte Pollen kontaminiert ist, riskiert die Biene, sich zu vergiften. Auf dieser Basis und auf der Basis des Imidaclopridgehaltes im Bl\u00fcten- und Rispenpollen, werden die von diesen Bienen verzehrten Imidaclopridmengen unter Ber\u00fccksichtigung einer entsprechenden Ern\u00e4hrung gesch\u00e4tzt, welche einer Mischung aus kontaminierten und nicht kontaminierten Pollen in verschiedenen Mischungsverh\u00e4ltnissen entspricht (20, 40, 60 und 80 und 100 %). Es ist festzustellen, dass die Hypothese von 100 % in dem Fall anzuwenden ist, wenn die Arbeiterin nur kontaminierten Pollen verzehrt; was auf nationaler Ebene mit Sicherheit sehr selten ist. Aus diesem Grund orientieren wir uns an den Proportionen von in den Fallen gesammeltem Sonnenblumen- und Maispollen (siehe Abschnitt 3.4.1) und st\u00fctzen uns auf die Prozentzahlen einer Kontaminierung von 90 und 80 % f\u00fcr Sonneblumen- und Maispollen jeweils.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>a)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Berechnung des PEC im Falle einer Intoxikation durch Sonnenblumenpollen<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Imidaclopriddosierungen im Pollen der Sonnenblumenbl\u00fcten haben zu Gehalten von 3,3-3,4 ppb (Durchschnitt = 3,35 ppb) gef\u00fchrt (Stork, 1999, M5).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Berechnung der durch die Ammen aufgenommenen Imidaclopridmengen, die 10 Tage lang Sonnenblumenpollen verzehren, wird in Tabelle XLV dargestellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle IV : Theoretisch von den Ammen, die 10 Tage lang kontaminierten Sonnenblumenpollen (60 mg) im Stock verzehren, aufgenommene Imidaclopridmengen<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" width=\"545\">\n<p align=\"center\"><strong>Im Pollen der Sonnenblumenbl\u00fcten enthaltene Imidacloprid-Konzentration = 3,35 (\u00b5g\/kg oder ppb)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"6\" width=\"237\">\n<p align=\"center\"><strong>Prozentsatz des durch Imidacloprid kontaminierten Sonnenblumenpollens<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"70\"><\/td>\n<td width=\"238\">\n<p align=\"center\"><strong>Von den Bienen innerhalb von 10 Tagen Verzehr aufgenommene Imidaclopridmenge (pg)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\">90%<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"238\">\n<p align=\"center\">181<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\">80 %<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"238\">\n<p align=\"center\">161<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\">60 %<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"238\">\n<p align=\"center\">121<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\">40 %<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"238\">\n<p align=\"center\">80<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\">20 %<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"238\">\n<p align=\"center\">40<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>b)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Berechnung des PEC im Falle einer Intoxikation durch Maispollen<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Imidaclopriddosierungen im Pollen der Maisrispen haben zu Gehalten von 3,28-3,65 ppb (Durchschnitt = 3,5 ppb) gef\u00fchrt (Bonmatin et al, 2002, M210).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Berechnung der durch die Ammen aufgenommenen Imidaclopridmengen, die 10 Tage lang Pollen von Maisrispen verzehren, wird in Tabelle XLVI dargestellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle V : Theoretisch von den Ammen, die 10 Tage lang kontaminierten Maispollen (60 mg) im Stock verzehren, aufgenommene Imidaclopridmengen<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" width=\"605\">\n<p align=\"center\"><strong>Im Pollen der Rispen enthaltene Imidacloprid-Konzentration = 3,35 (\u00b5g\/kg oder ppb)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"5\" width=\"237\">\n<p align=\"center\"><strong>Prozentsatz des durch Imidacloprid kontaminierten Maispollens<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"70\"><\/td>\n<td width=\"298\">\n<p align=\"center\"><strong>Von den Bienen innerhalb von 10 Tagen Verzehr aufgenommene Imidaclopridmenge (pg)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\">80 %<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"298\">\n<p align=\"center\">168<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\">60 %<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"298\">\n<p align=\"center\">126<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\">40 %<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"298\">\n<p align=\"center\">84<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\">20 %<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"298\">\n<p align=\"center\">42<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir betonen, dass in gewissen F\u00e4llen der Pollen von Mais und von Sonnenblumen im gleichen Stock nebeneinander bestehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Des weiteren ber\u00fccksichtigt dieses Szenario nur den Verbrauch von Pollen durch die Ammen, die auch Honig verzehren, um den mit ihren Aktivit\u00e4ten verbundenen Energieverbrauch entgegen zu wirken. Die Menge des aufgenommenen Schadstoffes wird hier also untersch\u00e4tzt. Dieser Honigverbrauch wird in Szenario 5 behandelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p>Szenario 3 : Die Pollensammlerinnen<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Sammelrinnen k\u00f6nnen sich auf die Ernte einer bestimmten Art von Nahrung spezialisieren (Pollen oder Nektar) oder im Gegenteil dazu beide Nahrungsarten gleichzeitig ernten (Nektar und Pollen). Das Verh\u00e4ltnis der auf das Sammeln von Nektar spezialisierten Sammlerinnen (58 %) ist deutlich h\u00f6her zu dem Verh\u00e4ltnis der auf das Sammeln von Pollen (25 %) oder von beiden Arten (17 %) spezialisierten Sammlerinnen (Parker, 1926, A160; Free, 1960, A151). Nichtsdestotrotz, welches auch ihre Spezialisierung beim Sammeln ist, verbrauchen die Sammlerinnen alle Produkte aus dem Stock (Nektar und\/oder Honig), um sich so die notwendige Energie f\u00fcr die Ausf\u00fchrung ihrer Aufgabe zuzulegen. Sie k\u00f6nnen sich also gem\u00e4\u00df Szenario 4 vergiften.<\/p>\n<p>Wenn die Sammlerbienen Nektar und \/ oder Pollen von Sonnenblumen ernten, bedecken sie den K\u00f6rper mit gro\u00dfen Mengen von Pollen und tragen somit zur Best\u00e4ubung der Sonnenblume bei (Parker, 1981).<\/p>\n<p>Dieses Ph\u00e4nomen wurde auch bei Mais beobachtet und genau beschrieben. <em>\u201eDie Zunge und die Mundwerkzeuge lecken und bei\u00dfen die Antheren, was zum Ergebnis hat, dass die Pollenk\u00f6rner an den Mundst\u00fccken haften bleiben und sie mit Nektar und Speichel befeuchten. SO wird ein gro\u00dfer Teil des Pollens von den Antheren entfernt und bleibt an den Haaren der Beine und des K\u00f6rpers haften.\u201c <\/em>(Louveaux, 1958, A155).<\/p>\n<p>Die Sammlerinnen, die Pollen und\/oder Nektar ernten, k\u00f6nnen sich also auf topischem und \/ oder oralem Wege vergiften, wenn sie ihre Sammelt\u00e4tigkeit aus\u00fcben und bei der Herstellung der Hosen. Die auf die Lese von Sonnenblumenpollen spezialisierte Sammlerin kann sich auch auf topischem Wege mit dem Pollen auf ihren Haaren vergiften.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Falle einer topischen Vergiftung definieren die Daten in der Literatur die Menge des Pollens, der auf die Haare und die Beine der Biene verteilt wird. Eine Untersuchung hat eine Durchschnitt von 1780 Sonneblumenpollenk\u00f6rnern, die auf die Haare der Biene verteilt werden, gez\u00e4hlt (Parker, 1981, A160). Aber das Gewicht einen Pollenkorns ist nicht bekannt, was uns nicht erm\u00f6glicht, die Gesamtmenge des mit der Biene in Ber\u00fchrung stehenden Pollens zu bestimmen. Andererseits transportiert die Biene pro Flug zwischen 10 bis zu 30 mg Pollen in Form von Hosen (Winston, 1987, A85). Wir haben jedoch keinerlei Angabe bez\u00fcglich der Bioverf\u00fcgbarkeit von Imidacloprid in einer Pollenhose und deren Verteilung durch die Kutikula der Biene. Sofern Imidacloprid im Rispenpollen enthalten ist und die aktive Substanz im Pollenkorn eingeschlossen, scheint uns seine Bioverf\u00fcgbarkeit sogar auf gleich Null begrenzt zu sein. Daher ziehen wir keine Intoxikation auf topischem Wege in Betracht.<\/p>\n<p>Was die Intoxikation auf oralem Wege angeht, so hat die gesammelte wissenschaftliche Literatur auf diesem Gebiet es nicht erm\u00f6glicht, die Pollenmenge zu bestimmen, die von der Biene bei der Herstellung der Hosen eingenommen wird. Diese Einnahme scheint belanglos, wir sch\u00e4tzen sie willk\u00fcrlich\u00a0 auf 1 % der gesammelten Pollenmenge ein (0,1 bis 0,3 mg). Eine Biene legt im Durchschnitt 10 bis 15 Fl\u00fcge pro Tag zur\u00fcck f\u00fcr die Pollenlese (f\u00fcr Zeitschrift, Winston, 1990), die Gesamtmenge des eingenommenen Pollens liegt also zwischen 1 und 4,5 mg.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich kann man, da die Bienen bei der Herstellung der Hosen selten die Bl\u00fctenherkunft des Pollens vermischen (Free, 1963, A149), ber\u00fccksichtigen, dass die Biene, die behandelten Sonnenblumen- oder Maispollen sammelt, zu 100 % kontaminierten pollen einnimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"font-size: 20px;\">a)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sonnenblumenpollen<\/span><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Imidaclopriddosierungen im Pollen von Sonnenblumenbl\u00fcten haben zu Gehalten von 3,3-3,4 ppb (Durchschnitt = 3,35 ppb) gef\u00fchrt (Stork, 1999, M5).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Imidaclopridmenge (PEC), der die Biene, die 1 bis 4,5 mg zu 100 % kontaminierten Pollen einnimmt, ausgesetzt ist, liegt also zwischen 3,3 und 15 pg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"font-size: 20px;\">b)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Maispollen<\/span><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Imidaclopriddosierungen (PEC) im Pollen der Maisrispen haben zu Gehalten von 3,28-3,65 ppb (Durchschnitt = 3,5 ppb) gef\u00fchrt (l, 2002, M210).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Imidaclopridmenge, der die Biene, die 1 bis 4,5 mg zu 100 % kontaminierten Pollen einnimmt, ausgesetzt ist, liegt also zwischen 3,5 und 16 pg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>6.3 Nektar und Honig<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Sammlerinnen, die den Nektar in der N\u00e4he der Kolonie ernten, konsumieren in der Regel diesen Nektar nicht oder nur einen kleinen Teil davon. Sie bringen ihn zum Stock und geben ihn weiter an die \u201eLager\u201cbienen, welche ihn in den Waben ablegen. Ein Teil dieses Nektars wird von den im Stock anwesenden Arbeiterinnen umgehend oder sp\u00e4ter in Form von Honig und \/oder Nektar verzehrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daf\u00fcr muss die Sammlerin, wenn die Nektarquelle weit von dem Stock entfernt ist, f\u00fcr die Hin- und \/ oder R\u00fcckfl\u00fcge einen Teil des Honigs und \/ oder Nektars, den sie sammelt, verzehren, was verh\u00e4ngnisvolle Folgen nach sich ziehen k\u00f6nnte je nach der aufgenommenen Menge. Diese Parameter werden nat\u00fcrlich nicht durch die Versuchsleiter kontrolliert.<\/p>\n<p>Es gibt also zwei Hauptarten von Szenarien \u201eNektar und Honig\u201c, bei denen die Biene eine Vergiftung riskieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p>Szenario 4: die Sammlerinnen von Sonnenblumenpollen<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bevor sie zu ihrem Sammelgebiet fliegt, sammelt die Biene Energie, in dem sie im Stock gelagerten Nektar oder Honig verzehrt (Brandstetter <em>et al.<\/em>, 1998, A145). Wenn der verzehrte Nektar kontaminiert ist, riskiert die Biene, sich zu vergiften. Der Prozentsatz der Nektarkontaminierung h\u00e4ngt von der Kulturlandschaft im Gebiet des Stocks ab (Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von mit Gaucho behandelten oder nicht behandelten Sonnenblumenfeldern).<\/p>\n<p>Wenn das Sammelgebiet entfernt liegt, kann die Biene einen Teil, den sie gerade gesammelt hat, f\u00fcr den R\u00fcckweg verzehren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Flugs verzehrt die Sammlerin einen Teil des Nektars, den sie gerade gesammelt hat, um ihren Energieverbrauch f\u00fcr den Flug zu decken, das hei\u00dft 11,5 mg Zucker pro Flugstunde (Olaert, 1956, A80, Heinrich, 1979, A79). Ein Bruchteil dieses Nektars (5 bis 17 %) stammt aus der direkten Aufnahme des Nektars durch den Ventrikel durch mechanisches Pumpen \u00fcber den Proboscis und den Mund (Gary und Lorenzen, 1976, A152; Roces und Blatt, 1999, A162).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vom Standpunkt des aus der T\u00e4tigkeit des Sammelns resultierenden Energieverlusts kann man ber\u00fccksichtigen, das der gr\u00f6\u00dfte Teil dieses Verlusts (80 %) vom reinen Flug stammt, die \u00fcbrigen 20 % werden f\u00fcr andere Aktivit\u00e4ten verbraucht (Standortwechsel auf der Bl\u00fcte, Ernte, Pflege). Wenn man ber\u00fccksichtigt, dass eine Biene etwa 10 Stunden pro Tag der reinen Flugt\u00e4tigkeit widmet, so braucht sie insgesamt 115 mg Zucker pro Tag f\u00fcr die Energieverluste durch die Fl\u00fcge, wozu f\u00fcr die damit zusammenh\u00e4ngenden Aktivit\u00e4ten verbrauchten 23 g Zucker, was einer Summe von 138 mg Zucker pro Tag entspricht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Sonnenblumennektar enth\u00e4lt durchschnittlich 40 % Zucker (Bonjean, 1993, A78). Eine Sammlerin muss also durchschnittlich 345 mg Nektar f\u00fcr 12 Stunden t\u00e4gliches Sammeln verzehren. Wenn die Biene Honig verzehrt, so braucht sie 172 mg Honig, da Honig 80 % Zucker enth\u00e4lt (White, 1975, A164).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn das Sammelgebiet in mit Gaucho behandelten Feldern liegt, so vergiftet sich die Biene wegen ihrer Bl\u00fctentreue mit 100 % des kontaminierten Nektars f\u00fcr ihren R\u00fcckflug. Wenn die Felder nicht behandelt sind, so betr\u00e4gt die Kontaminierung 0 %. Wenn man jedoch die Gesamtheit der Sammlerinnen eines Stocks ber\u00fccksichtigt, so kann man je nach Kulturlandschaft um den Stock herum Kontaminierungszwischens\u00e4tze finden. Tats\u00e4chlich k\u00f6nnen auf die Lese von Nektar von Sonnenblumen spezialisierten Bienen sich je nach Behandlung der Felder vergiften oder nicht vergiften, andere auf die Lese von Pollen anderer Bl\u00fctenarten spezialisierte Bienen verzehren keine Imidacloprid bei ihrem R\u00fcckflug.<\/p>\n<p>Gleichg\u00fcltig welcher Flug es ist (Hinflug oder R\u00fcckflug), so steht der Grad der Intoxikation der Gesamtheit der Sammlerinnen im Verh\u00e4ltnis zur Kulturlandschaft rund um den Stock und bestimmt die Proportion des kontaminierten Nektars, den die Biene verzehrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Szenario, das den Verbrauch einer Biene im Laufe einiger Stunden ber\u00fccksichtigt, n\u00e4hert sich dem Fall einer <strong>akuten Intoxikation<\/strong> an. Wenn die Biene w\u00e4hrend dieses Zeitraums stirbt und w\u00e4hrend der folgenden Tage weiter sammelt, so n\u00e4hert sich dieses Szenario dem Fall einer <strong>chronischen Intoxikation<\/strong> an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Imidaclopriddosierungen im Sonnenblumennektar haben zur Gehalten von 1,9 ppb gef\u00fchrt (Stork, 1999, M5). Die Berechnung der m\u00f6glicherweise von der Biene im Zeitraum von 12 Stunden Sammelt\u00e4tigkeit verzehrten Imidaclopridmenge wird in Tabelle XLII dargestellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle VI : Theoretische Imidaclopridgehalte in 345 mg von den Sammlerinnen f\u00fcr 12 Stunden t\u00e4glicher Sammelt\u00e4tigkeit verzehrtem Sonnenblumennektar<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" width=\"532\">\n<p align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Im Nektar enthaltene Imidaclopridkonzentrationen <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>= 1,9 (\u00b5g\/kg oder ppb)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"1\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"6\" width=\"169\">\n<p align=\"center\"><strong>Prozentsatz des durch Imidacloprid kontaminierten Sonneblumennektars <\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"293\">\n<p align=\"center\"><strong>Im Laufe von 12 Stunden von den Sammlerinnen aufgenommene Imidaclopridmenge<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>(pg)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\"><strong>100%<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"293\">\n<p align=\"center\">655<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\"><strong>80 %<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"293\">\n<p align=\"center\">524<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\"><strong>60 %<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"293\">\n<p align=\"center\">393<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\"><strong>40 %<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"293\">\n<p align=\"center\">262<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"70\">\n<p align=\"center\"><strong>20 %<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"293\">\n<p align=\"center\">131<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"169\"><\/td>\n<td width=\"70\"><\/td>\n<td width=\"292\"><\/td>\n<td width=\"1\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p>Szenario 5 : Thermoregulierung durch Stockbienen, Verbrauch von Vorratshonig<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der im Stock gelagerte Nektar und Honig werden von den Bienen verzehrt, welche im allgemeinen j\u00fcnger als drei Wochen sind, um ihre Energieverluste auszugleichen, die abh\u00e4ngig sind von der Aktivit\u00e4t (Thermoregulierung, Reinigung der Waben, F\u00fctterung der Brut (bereits behandelter Fall), Lese und Lagerung des Nektars und des Pollens). Wenn dieser Nektar und Honig kontaminiert sind, k\u00f6nnen die Bienen sich gegebenenfalls vergiften.<\/p>\n<p>Da die Thermoregulierung aus energetischem Standpunkt die anstrengendste Aktivit\u00e4t ist und die Sch\u00e4tzung des Energieverlusts in Verbindung mit allen im einzelnen genommenen Aktivit\u00e4ten unm\u00f6glich ist, interessieren wir uns einzig f\u00fcr den Energiebedarf der Biene f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung der Temperaturregulierung, welche von der Au\u00dfentemperatur und somit von der Jahreszeit abh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die von einer mehr als drei Wochen alten Arbeiterin (Amme) verzehrte Nektarmenge kann je nach ihrem Energieverlust gesch\u00e4tzt werden, welche wiederum abh\u00e4ngig sind von ihrer Aktivit\u00e4t (Thermoregulierung, Wabenreinigung, F\u00fctterung der Brut, Lese und Lagerung des Nektars und des Pollens).<\/p>\n<p>Die Thermoregulierung h\u00e4ngt von der Au\u00dfentemperatur ab: wenn diese niedrig ist, produzieren die Bienen W\u00e4rme, um im Stockinneren eine angemessene Temperatur aufrecht zu erhalten. Im Falle einer h\u00f6heren Temperatur k\u00f6nnen die Bienen auch Luft f\u00e4chern und kalte Luft produzieren, um den Stock zu k\u00fchlen.<\/p>\n<p>Vom Standpunkt des Energieverlustes ist die Thermogenese ist anstrengendste T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p>Je nach Jahreszeit zielt sie entweder darauf, eine konstante Temperatur der Brut von etwa 34\u00b0C (Zeitraum Fr\u00fchjahr \u2013 Sommer \u2013 Herbst) zu gew\u00e4hrleisten oder um eine Temperatur der Kolonie von 15\u00b0C im Zentrum des Bienenschwarms und 5\u00b0C in der Peripherie aufrecht zu erhalten (Winterzeit) (Winston, 1987, A85).<\/p>\n<p>Die Menge der verbrauchten Energie, um diese Temperatur zu erreichen, h\u00e4ngt offensichtlich von der Au\u00dfentemperatur ab, die je nach Jahreszeit, Tagen und sogar bestimmten Zeiten im Laufe des Tages schwankt.<\/p>\n<p>Bis zum Winterende stammt der von den Bienen zur Gew\u00e4hrleistung der Temperatur der Brut noch von dem gelagerten Honig und wird dann nach und nach durch Honig von verschiedenen w\u00e4hrend der Bienensaison zur Verf\u00fcgung stehenden Bl\u00fctensorten ersetzt. Im Herbst\u00a0 sch\u00f6pfen die Ammen erneut aus den neu gelagerten Honigvorr\u00e4ten.<\/p>\n<p>Im Winter ist der von den Bienen zur Gew\u00e4hrleistung einer lebensnotwendigen Temperatur\u00a0 im Stockinnern verzehrte Honig Vorratshonig, hergestellt aus dem Nektar der letzten gelesenen Bl\u00fctensorte. So kann je nach Regionen und Bienenzuchtpraxis (Wandertierhaltung) der Sonnenblumenhonig bis zu 80 % des Vorratshonigs darstellen. Wenn dieser Sonnenblumenhonig Imidacloprid enth\u00e4lt, laufen die Biene Gefahr, sich zu vergiften, und der Grad der Intoxikation h\u00e4ngt vom Verh\u00e4ltnis des kontaminierten Honigs ab, den sie aufnimmt. Der Grad der Intoxikation des Vorratshonigs h\u00e4ngt also sowohl von der zuletzt gesammelten Bl\u00fctenessenz (Sonnenblume, Raps, etc.) ab und von dem Verh\u00e4ltnis der mit Gaucho behandelten oder nicht behandelten Felder, wenn es sich bei dieser letzten Bl\u00fctenart um Sonnenblumen handelt.<\/p>\n<p>Es ist bewiesen, dass eine Bienenkolonie im allgemeinen 60 bis 80 kg Honig pro Jahr verzehrt (Moritz und Southwick, 1992; Rosov, 1944; Seeley, 1985). In den k\u00fchlen L\u00e4ndern und im Herbst verbraucht die Kolonie, die im allgemeinen aus 20 000 Bienen besteht (Winston, 1989, A85), 8 bis 16 kg Honig f\u00fcr die Thermogenese (Free, 1977, A151), w\u00e4hrend sie 19 bis 25 kg Honig im Winter verbraucht (Temperaturen von \u2013 4\u00b0C bis + 7\u00b0C) (Farrar, 1952, 1960, A148; Dyce und Morse, 1960, A146; Johansson und Johansson, 1969, A154).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Anbetracht des h\u00f6heren Honigverbrauchs im Winter legen wir unsere Sch\u00e4tzungen des PEC dieser Jahreszeit zugrunde, welche unserer Meinung nach den schlimmsten Fall darstellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Honig der Sonnenblume stellt je nach Region 0 bis 80 % des Vorratshonigs dar. W\u00e4hrend der Winterzeit verbraucht die Biene also je nach Prozentsatz, zu welchem der Sonnenblumenhonig Bestandteil des Vorratshonigs ist (20, 40, 60 und 80 %), 0,2 bis 0,8 Sonnenblumenhonig, um die Aufrechterhaltung der Temperatur zu gew\u00e4hrleisten, was 0,5 bis 2 g Sonnenblumennektar entspricht. Die von den Bienen aufgenommene Imidaclopridmenge h\u00e4ngt also vom Prozentsatz des kontaminierten Sonnenblumenhonigs, der im Stock gelagert wird, ab (zum Beispiel 20, 40, 60, 80, 100 %).<\/p>\n<p>Da bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Daten \u00fcber die m\u00f6gliche chemische Instabilit\u00e4t von Imidacloprid w\u00e4hrend der Verarbeitung des Nektars zu Honig und im Vorratshonig verf\u00fcgbar sind, geht die erste Evaluierung der Risken von einer stabilen Zusammensetzung aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Tabelle XLVIII zeigt die Imidaclopridmengen, welche die Bienen aufnehmen, die 0,2 bis 0,8 g Sonnenblumenhonig (aus der Verarbeitung von 0,5 bis2 g Sonnenblumennektar) zur Gew\u00e4hrleistung einer Temperatur von 15\u00b0C in der Stockmitte und von 5\u00b0C in der Peripherie verbrauchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle VII\u00a0: Von erwachsenen Bienen zur Gew\u00e4hrleistung der Aufrechterhaltung der Temperatur w\u00e4hrend der Winterzeit (Mitte Oktober \u2013 Ende M\u00e4rz) theoretisch aufgenommene Imidaclopridmenge<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"619\">\n<p align=\"center\"><strong>Im Nektar oder einem \u00c4quivalent enthaltene Imidacloprid-Konzentration = 1,9 (\u00b5g\/kg oder ppb<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"8\" width=\"197\">\n<p align=\"center\"><strong>Prozentsatz des mit Imidacloprid kontaminierten Sonnenblumennektars<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td rowspan=\"3\" width=\"112\"><\/td>\n<td colspan=\"4\" width=\"311\">\n<p align=\"center\"><strong>Von erwachsenen Bienen aufgenommene Imidaclopridmengen (pg)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" width=\"311\">\n<p align=\"center\"><strong>Menge des aufgenommenen Nektars (g)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"83\">\n<p align=\"center\"><strong>0,5<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"84\">\n<p align=\"center\"><strong>1<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"72\">\n<p align=\"center\"><strong>1,5<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"72\">\n<p align=\"center\"><strong>2<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"112\">\n<p align=\"center\"><strong>100%<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"83\">\n<p align=\"center\">950<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"84\">\n<p align=\"center\">1900<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"72\">\n<p align=\"center\">2850<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"72\">\n<p align=\"center\">3800<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"112\">\n<p align=\"center\"><strong>80%<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"83\">\n<p align=\"center\">760<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"84\">\n<p align=\"center\">1520<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"72\">\n<p align=\"center\">2280<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"72\">\n<p align=\"center\">3040<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"112\">\n<p align=\"center\"><strong>60%<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"83\">\n<p align=\"center\">570<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"84\">\n<p align=\"center\">1140<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"72\">\n<p align=\"center\">1710<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"72\">\n<p align=\"center\">2280<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"112\">\n<p align=\"center\"><strong>40%<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"83\">\n<p align=\"center\">380<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"84\">\n<p align=\"center\">760<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"72\">\n<p align=\"center\">1140<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"72\">\n<p align=\"center\">1520<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"112\">\n<p align=\"center\"><strong>20%<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"83\">\n<p align=\"center\">190<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"84\">\n<p align=\"center\">380<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"72\">\n<p align=\"center\">570<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"72\">\n<p align=\"center\">760<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>7 Evaluierung der Risiken<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Risiken werden durch das Verh\u00e4ltnis zwischen der Expositionskonzentration (PEC) und der f\u00fcr die Bienen voraussichtlich wirkungslosen Konzentration (PNEC) gesch\u00e4tzt. <strong>Ein Verh\u00e4ltnis \u201ePEC\/PNEC\u201c von mehr als 1 dr\u00fcckt ein besorgniserregendes Risiko f\u00fcr die Bienen aus, sowie ein Verh\u00e4ltnis von weniger als 1 als eine Anzeige eines nicht besorgniserregenden Risikos erachtet werden kann.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Berechnung der verschiedenen Verh\u00e4ltniszahlen, die den verschiedenen Expositionsgraden entsprechen, werden in Form einer Tabelle dargestellt. Das normalerweise angewandte\u00a0 Verfahren, wenn eine Evaluierung der Risiken f\u00fcr eine Chemikalie durchgef\u00fchrt wird, gleichg\u00fcltig, ob sie neu ist (Richtlinie 67\/548\/CE) oder bereits existiert (Verordnung 793\/93), ist die Durchf\u00fchrung einer ersten recht bruchst\u00fcckhaften Risikoberechnung. Wenn ein Risiko deutlich herausgestellt wurde, so muss das Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC genauer definiert werden, entweder durch genauere Bestimmung des Bestandteils \u201eExposition\u201c, das hei\u00dft, dem PEC, oder durch genauere Bestimmung des Bestandteiles \u201eAuswirkungen\u201c, das hei\u00dft, dem PNEC.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In unserem Fall kann die Berechnung des PEC beim derzeitigen Wissensstand nicht genauer definiert werden, da die Expositionsszenarien alle wissenschaftlichen Daten verwenden, die bis dato in der wissenschaftlichen und technischen Literatur gefunden wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das klassische Verfahren zur genaueren Definition des PNEC gefolgt von einer Evaluierung der durch eine Chemikalie dargestellten Risiken ist der n\u00e4chste Schritt. Im allgemeinen sind die einzigen verf\u00fcgbaren Daten die Daten, welche denen der Versuche zur akuten Toxizit\u00e4t entsprechen. Der PNEC wird also wird also anhand dieser Daten unter Verwendung eines erh\u00f6hten Unsicherheitsfaktors berechnet. Wenn ein besorgniserregendes Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC herausgestellt wurde, werden von den Beh\u00f6rden Versuche zur chronischen Toxizit\u00e4t verlangt und von den Anmeldern der Substanz durchgef\u00fchrt. Es wird anhand dieser neuen Versuchsergebnisse ein neuer PNEC berechnet, indem ein niedrigerer Unsicherheitsfaktor verwendet wird, als der, der bei den Versuchen zur akuten Toxizit\u00e4t verwendet wurde. Wenn das Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC besorgniserregend bleibt, werden versuchen verlangt, welche sich immer mehr den nat\u00fcrlichen Bedingungen ann\u00e4hern,\u00a0 zum Beispiel subletale Versuche, f\u00fcr die der verwendete Unsicherheitsfaktor geringf\u00fcgiger sein kann. Es wird ein neues Verh\u00e4ltnis ausgerechnet. Das Verfahren ist beendet, wenn die genaue Definition des PNEC abgeschlossen ist, das hei\u00dft, wenn sie n\u00e4chstm\u00f6glich auf den tats\u00e4chlichen Umweltbedingungen\u00a0 beruht, im allgemeinen sind dies die Freilandversuche im Falle der Sammlerbienen. F\u00fcr die Stockbienen, die den Stock nicht verlassen, stellen die Freilandversuche \u00fcber das Sammelverhalten nicht die repr\u00e4sentativsten Umweltbedingungen\u00a0 dar, die genaue Definition endet bei den Laborversuchen, welche die durch die wiederholte Imidaclopridverwendung hervorgerufenen subletalen Wirkungen testen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Falle der Evaluierung der f\u00fcr die Bienen durch Imidacloprid dargestellten Risiken werden die Einsch\u00e4tzungen der Risiken so pr\u00e4sentiert, als ob dieses Verfahren f\u00fcr die genaue Definition der PNEC-Werte befolgt worden w\u00e4re. Die durch die berechneten Werte der Risiken unten genannten Anmerkungen enden bei der maximalen Definition des PNEC.<\/p>\n<p>In den Tabellen wurden die Werte der Risiken bewusst bei den Werten unter 5 auf einen Dezimalstelle aufgerundet und bei auf die Einheit bei h\u00f6heren Werten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>7.1 Szenario 1: Pollenverbrauch der Larven<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Evaluierung der f\u00fcr die Larven durch Imidacloprid bestehenden Risiken kann aufgrund des Fehlens von verf\u00fcgbaren Toxizit\u00e4tsdaten, welche die Berechnung eines PNEC und umso mehr des Verh\u00e4ltnisses PEC\/PNEC erm\u00f6glichen, nicht ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>7.2 Szenario 2: Pollenverbrauch der Ammen<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle VIII : Berechnung der Risiken gem\u00e4\u00df Expositionsszenario Nr. 2 f\u00fcr Sonnenblumenpollen (10t\u00e4gige Intoxikation)<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" valign=\"top\" width=\"633\">Szenario 2 : Pollenverbrauch der Ammen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" valign=\"top\" width=\"633\"><em>Sonnenblumenpollen<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\"><strong>Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"8\" valign=\"top\" width=\"526\">\n<p align=\"center\"><strong>PEC<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Expositionskonzentrationen im Verh\u00e4ltnis zum im Pollen der kontaminierten Bl\u00fcten enthaltenen Imidacloprid (pg)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\"><strong>PNEC (pg)<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"101\">\n<p align=\"center\">(20% Kontaminierung)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>40<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"104\">\n<p align=\"center\">(40% Kontaminierung)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>80<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"105\">\n<p align=\"center\">(60% Kontaminierung)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>121<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"107\">\n<p align=\"center\">(80 % Kontaminierung)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>161<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"110\">\n<p align=\"center\">(90 % Kontaminierung)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>181<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" valign=\"top\" width=\"633\">Daten der akuten oralen Toxizit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"109\">\n<p align=\"center\"><strong>40<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"99\">\n<p align=\"center\">1<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"104\">\n<p align=\"center\">2<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"105\">\n<p align=\"center\">3<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"107\">\n<p align=\"center\">4<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"110\">\n<p align=\"center\">4,5<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" valign=\"top\" width=\"633\">Daten der chronischen oralen Toxizit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>1,2<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"101\">\n<p align=\"center\">33<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"104\">\n<p align=\"center\">67<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"104\">\n<p align=\"center\">101<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"104\">\n<p align=\"center\">134<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"113\">\n<p align=\"center\">151<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"9\" valign=\"top\" width=\"633\">Daten der subletalen oralen Toxizit\u00e4t (Laboruntersuchungen)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>akute Intox. <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>20<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"101\">\n<p align=\"center\">2<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"104\">\n<p align=\"center\">4<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"105\">\n<p align=\"center\">6<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"107\">\n<p align=\"center\">8<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"110\">\n<p align=\"center\">9<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>chron. Intox. <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>20<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"101\">\n<p align=\"center\">2<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"104\">\n<p align=\"center\">4<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"105\">\n<p align=\"center\">6<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"107\">\n<p align=\"center\">8<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"110\">\n<p align=\"center\">9<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\"><\/td>\n<td width=\"2\"><\/td>\n<td width=\"99\"><\/td>\n<td width=\"104\"><\/td>\n<td width=\"104\"><\/td>\n<td width=\"1\"><\/td>\n<td width=\"103\"><\/td>\n<td width=\"4\"><\/td>\n<td width=\"110\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Es wurde ein Verh\u00e4ltnis von mehr als 1 f\u00fcr die Kontaminationsprozents\u00e4tze von 20 bis 90 % des Bl\u00fctenpollens hervorgebracht, welcher ein Risiko f\u00fcr die Bienen anzeigt. Das Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC wird bei einem prozentualem Anteil kontaminierten Pollen von 10 % gr\u00f6\u00dfer als 1.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Szenario 2 ist eine genaue Definition des Verh\u00e4ltnisses PEC\/PNEC m\u00f6glich. Eine genaue Definition des PNEC k\u00f6nnte unter Tunnel oder auf dem Freiland durchgef\u00fchrt werden, unter Ber\u00fccksichtigung der inneren Parameter des Stocks: Bsp. Entwicklung der Brut. Tats\u00e4chlich sind die derzeit zur Verf\u00fcgung stehenden Daten f\u00fcr Freiland und Tunnel f\u00fcr die Stockbiene nicht repr\u00e4sentativ, da sie auf dem Verhalten der Sammlerinnen beruhen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der\u00a0 PEC, also das Expositionsszenario kann ebenfalls neu berechnet werden durch:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die Imidaclopriddosierung im Bienenbrot<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die Untersuchung der chemischen Stabilit\u00e4t von Imidacloprid des im Stock gelagerten Pollens und des zu Bienenbrot verarbeiteten Pollens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Szenario beruht auf eine Hypothese \u00fcber die Stabilit\u00e4t von Imidacloprid im Stock. Also k\u00f6nnte die f\u00fcr die Herstellung des Bienenbrots aus Pollen erforderliche Umformung Auswirkung auf den Imidaclopridgehalt haben. Man betont jedoch die gro\u00dfe Stabilit\u00e4t des Einzelmolek\u00fcls im Boden. Nichtsdestotrotz w\u00e4re im Falle einer Besch\u00e4digung angebracht, die m\u00f6glicherweise toxische Wirkung der Stoffwechselprodukte als ernstes Problem sehen. Es sind neue Daten erforderlich, um diese Hypothese zu be- oder entkr\u00e4ften. Nichtsdestotrotz sind diese Ergebnisse aufgrund der Tatsache, dass die Ammen auch Honig verbrauchen, um ihren Energieverlusten entgegenzuwirken, mit den Ergebnissen f\u00fcr die Evaluierung der Risiken f\u00fcr Szenario 5 zu vergleichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle L : Berechnung der Risiken gem\u00e4\u00df dem Expositionsszenario Nr. 2 f\u00fcr Maispollen (10t\u00e4gige Intoxikation)<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" valign=\"top\" width=\"617\">Szenario 2 : Pollenverbrauch der Ammen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" valign=\"top\" width=\"617\"><em>Maispollen<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\"><strong>Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"5\" valign=\"top\" width=\"529\">\n<p align=\"center\"><strong>PEC<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Expositionskonzentrationen im Verh\u00e4ltnis zum im Pollen der kontaminierten Bl\u00fcten enthaltenen Imidacloprid (pg)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"88\"><strong>PNEC (pg)<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"109\">\n<p align=\"center\">(20 % Rispenpollen)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>42<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"108\">\n<p align=\"center\">(40 % Rispenpollen)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>84<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"108\">\n<p align=\"center\">(60 % Rispenpollen)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>126<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"96\">\n<p align=\"center\">(80 % Rispenpollen)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>168<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"108\">\n<p align=\"center\">(80 % Rispenpollen)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>181<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" valign=\"top\" width=\"617\">Daten der akuten oralen Toxizit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"88\">\n<p align=\"center\"><strong>40<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"109\">\n<p align=\"center\">1<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">2,1<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">3,1<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">4,2<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">4,5<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" valign=\"top\" width=\"617\">Daten der chronischen oralen Toxizit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"88\">\n<p align=\"center\"><strong>1,2<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"109\">\n<p align=\"center\">35<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">70<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">105<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">140<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">151<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" valign=\"top\" width=\"617\">Daten der subletalen oralen Toxizit\u00e4t im Labor<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"88\">\n<p align=\"center\"><strong>Akute Intox. <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>20<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"109\">\n<p align=\"center\">2,1<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">4,2<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">6,3<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">8,4<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">9<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"88\">\n<p align=\"center\"><strong>Chron. Intox. <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>20<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"109\">\n<p align=\"center\">2,1<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">4,2<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">6,3<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">8,4<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">9<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die anhand der Imidaclopriddosierungen im Rispenpollen durchgef\u00fchrten Berechnungen wurde ein Verh\u00e4ltnis von mehr als 1 hervorgebracht f\u00fcr die Kontaminationsprozents\u00e4tze von 20 bis 80 % des Pollens, der ein Risiko f\u00fcr die Bienen darstellt. Das Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC wird gr\u00f6\u00dfer als 1 f\u00fcr einen Prozentsatz von 10 % kontaminierten Pollens.<\/strong> Die vorangehenden Anmerkungen bez\u00fcglich der genauen Definition des Verh\u00e4ltnisses PEC\/PNEC gelten f\u00fcr Maispollen.<\/p>\n<h2>7.3 Szenario 3\u00a0: Die Pollensammlerinnen\u00a0: orale Intoxikation<\/h2>\n<p>Tabelle LI\u00a0: Berechnung der Risiken gem\u00e4\u00df Szenario Nr. 3 f\u00fcr Sonnenblumenpollen (Intoxikation w\u00e4hrend eine Sammeltages)<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\" width=\"636\">Szenario 3 : die Pollensammlerinnen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\" width=\"636\"><em>Sonnenblumenpollen<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\"><strong>Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"529\">\n<p align=\"center\"><strong>PEC<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Expositionskonzentrationen im Verh\u00e4ltnis zum im Pollen der kontaminierten Bl\u00fcten enthaltenen Imidacloprid (pg)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\"><strong>PNEC (pg)<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"241\">\n<p align=\"center\">10 mg eingenommener Pollen<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>3,3<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"288\">\n<p align=\"center\">45 mg eingenommener Pollen<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>15<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\" width=\"636\">Daten der akuten oralen Toxizit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>40<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"241\">\n<p align=\"center\">0,08<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"288\">\n<p align=\"center\">0,37<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\" width=\"636\">Daten der chronischen oralen Toxizit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>1,2<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"241\">\n<p align=\"center\">2,7<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"288\">\n<p align=\"center\">12<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" width=\"636\">Daten der subletalen oralen Toxizit\u00e4t im Labor<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>1 Behandlung<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>20<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"241\">\n<p align=\"center\">0,16<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"288\">\n<p align=\"center\">0,74<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>Wiederholte Behandlung<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>20<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"241\">\n<p align=\"center\">0,16<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"288\">\n<p align=\"center\">0,74<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" width=\"636\">Daten der subletalen oralen Toxizit\u00e4t im Tunnel<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>7,5<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"241\">\n<p align=\"center\">0,44<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"288\">\n<p align=\"center\">2<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" width=\"636\">Daten der subletalen oralen Toxizit\u00e4t im Freiland<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>50<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"241\">\n<p align=\"center\">0,07<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"288\">\n<p align=\"center\">0,3<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Tabelle LII\u00a0: Berechnung der Risiken gem\u00e4\u00df dem Expositionsszenario Nr. 3 f\u00fcr Maispollen (Intoxikation w\u00e4hrend eines Sammeltages)<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\" width=\"636\">Szenario 3 : die Pollensammlerinnen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\" width=\"636\"><em>Maispollen<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\"><strong>Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"529\">\n<p align=\"center\"><strong>PEC<\/strong><\/p>\n<p><strong>Expositionskonzentrationen im Verh\u00e4ltnis zum im Pollen der kontaminierten Bl\u00fcten enthaltenen Imidacloprid (pg)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\"><strong>PNEC (pg)<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"241\">\n<p align=\"center\">10 mg eingenommener Pollen<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>3,5<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"288\">\n<p align=\"center\">45 mg eingenommener Pollen<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>16<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\" width=\"636\">Daten der akuten oralen Toxizit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>40<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"241\">\n<p align=\"center\">0,09<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"288\">\n<p align=\"center\">0,4<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\" width=\"636\">Daten der chronischen oralen Toxizit\u00e4t im Labor<sup>13<\/sup><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>1,2<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"241\">\n<p align=\"center\">2,9<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"288\">\n<p align=\"center\">13<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" width=\"636\">Daten der subletalen oralen Toxizit\u00e4t im Labor<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>1 Behandlung<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>20<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"241\">\n<p align=\"center\">0,17<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"288\">\n<p align=\"center\">0,79<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>Wiederholte Behandlung<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>20<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"241\">\n<p align=\"center\">0,17<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"288\">\n<p align=\"center\">0,79<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" width=\"636\">Daten der subletalen oralen Toxizit\u00e4t im Tunnel<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>7,5<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"241\">\n<p align=\"center\">0,63<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"288\">\n<p align=\"center\">2,1<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" width=\"636\">Daten der subletalen oralen Toxizit\u00e4t im Freiland<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"107\">\n<p align=\"center\"><strong>50<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"241\">\n<p align=\"center\">0,07<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"288\">\n<p align=\"center\">0,32<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die anhand der Daten der subletalen Toxizit\u00e4t im Freiland Evaluierungen f\u00fchren nicht zu einem bedeutendem Risiko, gleichg\u00fcltig, ob es sich um eine Intoxikation durch Sonnenblumen- oder Maispollen handelt<\/strong> (Tabelle LI und Tabelle LIII). In Ermangelung wissenschaftlicher Daten beruht der Prozentsatz des eingenommenen Pollens einzig und allein auf einer Sch\u00e4tzung seitens der Mitglieder des CST, die erzielten Verh\u00e4ltniszahlen sind also zu relativieren.<\/p>\n<p>Eine genaue Definition des Verh\u00e4ltnisses PEC\/PNEC ist m\u00f6glich, insbesondere durch die Bestimmung der Menge des von den Sammlerinnen w\u00e4hrend der Herstellung der Hosen eingenommenen Pollens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Berechnung der Risiken, welche sich durch eine topische Intoxikation mit Imidacloprid bei der Herstellung der Hosen durch die Sammlerinnen ergibt, wurde aufgrund ihrer Unwahrscheinlichkeit nicht entwickelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>7.4 Szenario 4: Die Sammlerinnen von Sonnenblumennektar<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle LIII : Berechnung der Risiken gem\u00e4\u00df Expositionsszenario Nr. 4 f\u00fcr Sonnenblumennektar (Intoxikation w\u00e4hrend 1 Sammeltages)<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" valign=\"top\" width=\"617\">Szenario 4 : Die Sammlerinnen von Sonnenblumennektar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"123\"><strong>PEC\/PNEC<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"5\" valign=\"top\" width=\"494\">\n<p align=\"center\"><strong>PEC<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Expositionskonzentrationen im Verh\u00e4ltnis zum mit Imidacloprid kontaminierten und verzehrtem Pollen (pg)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"123\"><strong>PNEC (pg)<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"74\">\n<p align=\"center\">(20%)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>131<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">(40 %)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>262<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"120\">\n<p align=\"center\">(60 %)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>393<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">(80 %)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>524<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">(100 %)<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>655<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"617\">Daten der akuten oralen Toxizit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"123\">\n<p align=\"center\"><strong>40<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74\">\n<p align=\"center\">3,3<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">7<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"120\">\n<p align=\"center\">10<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">13<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">16<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"617\">Daten der chronischen oralen Toxizit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"123\">\n<p align=\"center\"><strong>1,2<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"74\">\n<p align=\"center\">109<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">218<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"120\">\n<p align=\"center\">328<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">437<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">546<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"617\">Daten der subletalen oralen Toxizit\u00e4t im Labor<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"123\">\n<p align=\"center\"><strong>1 Behandlung<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>20<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74\">\n<p align=\"center\">7<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">13<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"120\">\n<p align=\"center\">20<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">26<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">33<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"123\">\n<p align=\"center\"><strong>Wiederholte Behandlung <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>20<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74\">\n<p align=\"center\">7<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">13<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"120\">\n<p align=\"center\">20<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">26<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">33<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"617\">Daten der subletalen oralen Toxizit\u00e4t im Tunnel<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"123\">\n<p align=\"center\"><strong>7,5<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"74\">\n<p align=\"center\">17<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">35<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"120\">\n<p align=\"center\">52<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">70<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">87<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" width=\"617\">Daten der subletalen oralen Toxizit\u00e4t im Freiland<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"123\">\n<p align=\"center\"><strong>50<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"74\">\n<p align=\"center\">2,6<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">5<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"120\">\n<p align=\"center\">8<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"96\">\n<p align=\"center\">10<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"108\">\n<p align=\"center\">13<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Es wurde ein Verh\u00e4ltnis von mehr als 1 hervorgebracht, da 20 % des verzehrten Nektars mit Imidacloprid kontaminiert ist, was ein Risiko f\u00fcr die Bienen anzeigt. <\/strong>Der Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC wird gr\u00f6\u00dfer als 1, wenn 8 % des verzehrten Nektars kontaminiert ist. Die einzige M\u00f6glichkeit der genauen Definition des Verh\u00e4ltnisses w\u00e4re eine \u00dcberpr\u00fcfung des PEC, also des Expositionsszenarios. Im Falle von Szenario 4 sind die zu best\u00e4tigenden Bestandteile:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die im Sonnenblumennektar enthaltene Imidaclopridmenge, der im Szenario verwendete Wert beruht nur auf einer anerkannten Untersuchung.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die chemisch Stabilit\u00e4t des Imidacloprids des im Stock gelagerten Nektars (Hinflug).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>7.5 Szenario 5: Die Stockbienen<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle LIV\u00a0: Berechnung der Risiken gem\u00e4\u00df dem Expositionsszenario Nr. 5 f\u00fcr Sonnenblumenhonig<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" valign=\"top\" width=\"648\">\n<p align=\"center\">Szenario 5 : Stockbienen, Temperaturregulierung w\u00e4hrend der Winterzeit<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" valign=\"top\" width=\"648\"><em>Erwachsene Bienen<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"110\"><strong>Verh\u00e4ltnis<\/strong><strong>PEC\/PNEC<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"10\" valign=\"top\" width=\"538\">\n<p align=\"center\"><strong>PEC (pg)<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Expositionskonzentrationen im Verh\u00e4ltnis der Menge aufgenommenen Honigs und dem Verh\u00e4ltnis des kontaminierten Honigs und einem \u00c4quivalent\u00a0\u00a0\u00a0 (1 bis 2 g Nektar)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"110\"><strong>PNEC(pg)<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"5\" valign=\"top\" width=\"269\">\n<p align=\"center\"><strong>0,2 g Honig (0,5g Nektar)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"5\" valign=\"top\" width=\"269\">\n<p align=\"center\"><strong>0,8g Honig (2g Nektar)<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"110\"><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\"><strong>20%<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>190<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\"><strong>40%<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>380<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\"><strong>60%<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>570<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\"><strong>80%<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>760<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\"><strong>100%<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>950<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\"><strong>20%<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>760<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\"><strong>40%<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>1520<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\"><strong>60%<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>2280<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\"><strong>80%<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>3040<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\"><strong>100%<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>3800<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" valign=\"top\" width=\"648\">Daten der akuten oralen Toxizit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"110\">\n<p align=\"center\"><strong>40<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">4,75<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">9,5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">14<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">19<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">24<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">19<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">38<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">57<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">76<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">95<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" valign=\"top\" width=\"648\">Daten der chronischen oralen Toxizit\u00e4t im Labor<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"110\">\n<p align=\"center\"><strong>1,2<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">158<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">317<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">475<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">633<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">792<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">633<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">1266<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">1900<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">2533<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">3166<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"11\" valign=\"top\" width=\"648\">Daten der subletalen oralen Toxizit\u00e4t im Labor<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"110\">\n<p align=\"center\"><strong>1 Behandlung<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>20<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">9,5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">19<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">29<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">38<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">48<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">38<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">76<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">114<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">152<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">190<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"110\">\n<p align=\"center\"><strong>Wiederholte Behandlung<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>20<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">9,5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">19<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">29<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">38<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">48<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">38<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">76<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">114<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">152<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"54\">\n<p align=\"center\">190<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da die Stockbienen den Stock nicht verlassen, wurden die Daten \u00fcber die chronische Toxizit\u00e4t im Tunnel und im Freiland nicht ber\u00fccksichtigt bei der Evaluierung der Risiken dieses Szenarios.<\/p>\n<p>Die Evaluierung der Risiken f\u00fcr Stockbienen, welche die Thermoregulierung gew\u00e4hrleisten, hat zu besorgniserregenden Verh\u00e4ltniszahlen gef\u00fchrt. Die einzige M\u00f6glichkeit der genauen Definition dieser Verh\u00e4ltniszahl w\u00e4re die genaue Definition des PEC, also des Expositionsszenarios. Im Fall von Szenario 5, sind die zu best\u00e4tigenden Elemente:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die im Honig enthaltene Imidaclopridmenge, es stand uns kein Wert zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Stabilit\u00e4t des Imidacloprids w\u00e4hrend der Umwandlung des Nektars in Honig und im Laufe der Zeit w\u00e4hrend der Honiglagerung. Tats\u00e4chlich beruht die Evaluierung der Risiken auf der Hypothese der Stabilit\u00e4t der Verbindung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 20px;\">Schlussfolgerung<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Evaluierung der durch das Samenbeizmittel Gaucho\u00ae f\u00fcr Bienen bestehenden Risiken hat nach der Ausarbeitung von Originalszenarien, von denen vermutet wurde, dass sie f\u00fcr die Evaluierung anderer chemischer Pflanzenschutzmittel n\u00fctzlich sind. Diese Szenarien beruhen auf den Kenntnissen von Fachleuten aus der Bienenzucht und der Biologie der Bienen und auf den Daten der wissenschaftlichen Literatur. Eine ersch\u00f6pfende bibliographische Untersuchung hat alle Daten \u00fcber die Toxikologie der Bienen und Daten bez\u00fcglich der Verhaltensst\u00f6rungen in Zusammenhang mit der Verwendung von Imidacloprid in den verschiedenen Lebensphasen der Bienen zusammengefasst. Die Daten des Terrains, welche die Bienenz\u00fcchter im Rahmen der CST berichtet wurden oder die so vorgebracht wurden, wie die, welche vom Hersteller des Imidacloprids als Samenbeizmittel beigesteuert wurden, wurden dabei ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Gleichg\u00fcltig, welches Szenario, die Evaluierung der durch Imidacloprid als Samenbeizmittel dargestellten Risiken f\u00fchrt im allgemeinen zu einem Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC von gleich oder mehr als 1. Die Verh\u00e4ltniszahlen, welche man im Falle von mit Gaucho gebeizten Sonnenblumen und Mais erhalten hat, sind \u00e4hnlich und werden in Tabelle LV dargestellt.<a name=\"schluss\"><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bei unserm derzeitigen Wissensstand gem\u00e4\u00df der zur Evaluierung der Exposition entwickelten Szenarien und gem\u00e4\u00df der f\u00fcr die Evaluierung der Gefahren ausgew\u00e4hlten Unsicherheitsfaktoren sind die sich ergebenden Verh\u00e4ltnisse PEC\/PNEC besorgniserregend. Sie stimmen mit den Feldbeobachtungen \u00fcberein, welche von den zahlreichen Bienenz\u00fcchtern in den Gebieten mit Gro\u00dfkulturen (Mais, Sonnenblumen) bez\u00fcglich der Sterblichkeit der Sammlerinnen (Szenario 4), ihrem Aussterben, ihren Verhaltensst\u00f6rungen und bestimmten Sterblichkeitsraten im Winter (Szenario 5).<\/strong><\/p>\n<p><strong>Infolgedessen f\u00fchrt die Saatgutbeizung bei Sonnenblumen mit Gaucho\u00ae zu einem signifikanten Risiko f\u00fcr die Bienen verschiedener Altersstufen, mit Ausnahme der Sammlerinnen, da sie bei der Herstellung der Hosen Pollen einnehmen (Szenario 3).<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was die Saatgutmittelbeizung von Mais angeht, so bel\u00e4uft sich das Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC wie bei Sonnenblumen als besorgniserregend im Rahmen des Pollenverbrauchs durch die Ammen, was zu einer h\u00f6heren Sterblichkeitsrate bei diesen f\u00fchren k\u00f6nnte und zum Teil eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Schw\u00e4chung der Bienenpopulation sein k\u00f6nnte, welche trotz des Verbots von Gaucho\u00ae bei Sonneblumen beobachtet wurde.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Schlie\u00dflich, aufgrund der Tatsache, dass andere Faktoren zur Schw\u00e4chung der Bienenkolonien beitragen k\u00f6nnen, ist es angebracht, dass die Untersuchungen hinsichtlich der H\u00e4ufigkeit, der Mechanismen und der Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Symptome weiterbetrieben werden.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tabelle LV\u00a0: Zusammenfassung der Ergebnisse zum Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC f\u00fcr die verschiedenen Szenarien<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"154\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\" width=\"534\"><strong>Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC je nach Prozentsatz der Kontaminierung der verzehrten Produkte<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\"><strong>Szenario<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">\n<p align=\"center\"><strong>Anhand einer Exposition von mit Gaucho behandelten Sonnenblumen<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"154\">\n<p align=\"center\"><strong>Anhand einer Exposition von mit Gaucho behandeltem Mais<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"227\">Anmerkungen zu den Szenarien<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"154\">Szenario 1\u00a0: Verzehr des \u00ab\u00a0Larvenbreis\u00a0\u00bb durch die Larven<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"307\">In Ermangelung von Toxizit\u00e4tsdaten kein bestimmtes Verh\u00e4ltnis PEC\/PNEC<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"227\"><strong>Fehlen von Daten\u00a0: <\/strong>&#8211; \u00fcber Toxizit\u00e4t- \u00fcber die\u00a0 Dosierung der R\u00fcckst\u00e4nde im G\u00e9l\u00e9e Royale und dem \u00ab\u00a0Larvenbrei\u00a0\u00bb- \u00fcber die Stabilit\u00e4t von Imidacloprid w\u00e4hrend der Lagerung im Stock<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"154\">Szenario 2\u00a0: Verzehr von Pollen durch die Ammen<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">2 \u00e0 9 (151*)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">2,1 \u00e0 9 (151*)<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"227\"><strong>Fehlen von Daten\u00a0: <\/strong>&#8211; \u00fcber die Stabilit\u00e4t von Imidacloprid w\u00e4hrend der Lagerung des Pollens im Stock- \u00fcber die Dosierung der R\u00fcckst\u00e4nde im Bienenbrot<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"154\">Szenario 3\u00a0: Verzehr des Pollens durch die Sammlerinnen<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">0,07 \u00e0 0,3 (12*)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">0,07 \u00e0 0,32 (13*)<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"227\"><strong>Szenario auf der Basis einer Sch\u00e4tzung <\/strong>der Proportion des bei der Herstellung der Hosen eingenommenen Pollens<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"154\">Szenario 4\u00a0: Verzehr von Nektar durch die Sammlerinnen<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">2,6 \u00e0 13 (546*)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">Mais = Pflanze ohne Nektardr\u00fcse<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"227\"><strong>Fehlen von Daten\u00a0: <\/strong>&#8211; \u00fcber die Dosierung der R\u00fcckst\u00e4nde\u00a0 des im Stock gelagerten Honigs<strong>Szenario beruhend auf einer einzigen Analyse der R\u00fcckst\u00e4nde im Nektar<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"154\">Szenario 5\u00a0: Verzehr von Honig durch die Stockbienen<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">9,5 \u00e0 190 (3166*)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"154\">\n<p align=\"center\">Mais = Pflanze ohne Nektardr\u00fcse<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"227\"><strong>Fehlen von Daten\u00a0:<\/strong>&#8211; \u00fcber die Dosierung von Imidacloprid im Honig-\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00fcber die Stabilit\u00e4t von Imidacloprid im Honig w\u00e4hrend seiner Lagerung im Stock<strong>Szenario beruhend auf einer einzigen Analyse \u00fcber die R\u00fcckst\u00e4nde im Nektar<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>* Prozentzahl aus den Daten von Suchail (Extremfall)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Dritter Teil: Empfehlungen f\u00fcr den Erwerb von Daten, die Laufe der Evaluierung der Risiken, die w\u00e4hrend der Evaluierung nicht erschienen sind<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>8. Empfehlungen hinsichtlich der Expositionsdaten der Bienen<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>8.1 Zu erwerbende Daten bez\u00fcglich Imidacloprid und seinen Bestandteilen<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Fachleute von CST haben aus der Best\u00e4tigung der analytischen Methode die Dosierungen von Imidacloprid f\u00fcr B\u00f6den, Pflanzen und Pollen abgeleitet. Was die Dosierungen von Imidacloprid im Nektar und im Honig angeht, so sind die Grenzen f\u00fcr die Quantisierung und die Demodulation zu hoch (&gt;1 ppb und 0,3 ppb, jeweils). Eine Verbesserung der Dosierungstechnik bei diesen Produkten w\u00fcrde eine Herabsetzung dieser Grenzen erm\u00f6glichen und wird daher gefordert.<\/p>\n<p>Vor dem Problem der ausreichende Mengen Nektar aus den Bl\u00fcten zu entnehmen schlagen die Fachleute der CST vor, Nektar aus dem Kropf der Sammlerinnen auf dem Feld oder bei der Heimkehr im Stock zu entnehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Parallel dazu m\u00fcssen weitere Entnahmen und Dosierungen in Betracht gezogen werden, um Schlussfolgerungen zu ziehen bez\u00fcglich:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 dem Vorhandensein von Stoffwechselprodukten von Imidacloprid in den von den Bienen besuchten Pflanzenteilen (ollen, Nektar, Honig)<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 der M\u00f6glichkeit der Akkumulation von Imidacloprid und seinen Stoffwechselprodukten im Boden nach mehreren aufeinanderfolgenden Anwendungen. Daher empfehlen die Fachleute des CST die Untersuchungen, die in einem nicht offenen Milieu durchgef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der M\u00f6glichkeit der\u00a0 Absorption Imidaclopridr\u00fcckst\u00e4nden durch\u00a0 Pflanzen, die nicht mit Gaucho behandelt wurden, sondern auf B\u00f6den kultiviert werden, welche in den Vorjahren eine Gaucho-Behandlung erhalten haben.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Des Vorhandenseins von Imidacloprid in der verschiedenen Produkten des Stocks, n\u00e4mlich: der nahrhafte Brei der Arbeiterinnenlarven, das Gel\u00e9e Royale, Honig, in den Waben gelagerter Nektar (Bienenbrot), Wachs, \u2026<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der chemischen Stabilit\u00e4t von Imidacloprid w\u00e4hrend der Lagerung und der Umwandlung von Pollen und Nektar im Stock.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>8.2 Allgemeine Empfehlungen<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Proben m\u00fcssen gem\u00e4\u00df der Bonnes Pratiques de Laboratoire (= Gute Laborpraxis). Es muss zu jeder Probe ein Dokumentenstatus beigef\u00fcgt werden, um eine gute R\u00fcckverfolgbarkeit zu gew\u00e4hrleisten. Die Art und der Dokumentenstatus m\u00fcssen w\u00e4hrend der Analyse mit den Datenbl\u00e4ttern der Proben \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<p>Die Anzahl der Proben muss f\u00fcr jede Bedingung ausreichend sein. Ein Minimum von 20 Proben erscheint uns als notwendig.<\/p>\n<p>Die Proben m\u00fcssen dann schnell eingefroren und ohne Unterbrechung der K\u00fchlkette bei mindestens \u201320\u00b0C gelagert werden, um jegliche Sch\u00e4den der aktiven Substanz zu vermeiden. Die w\u00e4hrend der Lagerung der Proben m\u00f6gliche Besch\u00e4digung der aktiven Substanz muss zuerst im Verh\u00e4ltnis zum Zeitraum und den Bedingungen der Lagerung untersucht werden.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich m\u00fcssen die vollst\u00e4ndigen Ergebnisse (die Rohdaten und die analysierten Daten)m\u00fcssen eindeutig pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>9 Empfehlungen bez\u00fcglich der Toxizit\u00e4tsdaten durch wiederholte Anwendung der aktiven Substanz<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>9.1 Zu erwerbenden Daten bez\u00fcglich Imidacloprid und seinen Stoffwechselprodukten<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist unerl\u00e4sslich, Daten \u00fcber die Toxizit\u00e4t von Imidacloprid und seinen Stoffwechselprodukten auf die Larven zu erlangen. Die Untersuchungen m\u00fcssen im Labor durchgef\u00fchrt werden und unter Semi-Feldbedingungen dank der entsprechenden Methoden, welche zu vereinbaren und festzulegen sind.<\/p>\n<p>In gleichen Weise ist es notwendig, die Sensibilit\u00e4t der Ammen zum Produkt unter Labor- und Semi-Feldbedingungen zu evaluieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>9.2 Allgemeine Empfehlungen hinsichtlich der Untersuchungen zu den letalen oder subletalen Wirkungen<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor der relativen Heterogenit\u00e4t der Ergebnisse und der Anzahl der nicht validierten Untersuchungen ist es notwendig, standardisierte Protokolle f\u00fcr die Untersuchungen der Toxizit\u00e4t durch wiederholte Behandlung zu entwickeln. Diese Protokolle m\u00fcssen von Fachleuten der Apidologie aufgestellt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unter den wichtigen Punkten, welche von diesem Protokollen ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen, empfehlen wir:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Ber\u00fccksichtigung der im Bericht genannten Validierungskriterien.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 W\u00e4hrend der Untersuchungen zur Intoxikation infolge wieder Behandlungen auf oralem Wege muss die getestete Menge an aktiver Substanz (Imidacloprid oder Derivat) als aufgenommenen Menge (ng \/ Biene) gemessen werden<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Konzentrationen an Imidacloprid und seiner Stoffwechselprodukte m\u00fcssen am Ende des Experiments aufgrund ihres Verfalls bei Licht im Laufe der Zeit \u00fcberpr\u00fcft werden<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Futtermaschinen, welche Imidacloprid enthalten, m\u00fcssen gut vor Licht gesch\u00fctzt werden (Festlegung des Futtermaschinentyps)<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jede Untersuchung muss eine Vorzeigebehandlung beinhalten, eine Behandlung mit einem chemischen Produkt hoher Toxizit\u00e4t (Dimethoate) als Referenz (0,11 \u03bcg\/Biene &lt; LD50 &gt; 0,26 \u03bcg\/Biene und 0,11 \u03bcg\/Biene &lt; LD50 &gt; 0,33 \u03bcg\/Biene jeweils f\u00fcr topische und orale Intoxikation), eine Behandlung mit jeder zu testenden Dosis der aktiven Substanz (3 Konzentration mindestens). Die Behandlung im Bezugszustand muss die Kontrolle dar\u00fcber erm\u00f6glichen, ob ein eventuelles Fehlen von Toxizit\u00e4t nicht auf einer besonderen Eigenschaft der im Test verwendeten Bienen beruht.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bei der Aufl\u00f6sung des Pestizids in einem L\u00f6sungsmittel (oder einer Bet\u00e4ubung der Bienen) m\u00fcssen zwei Vorzeigegruppen verwendet werden: eine \u201enicht behandelte\u201c Vorzeigegruppe, ern\u00e4hrt mit einem Sirup, der nur aus Saccharose besteht (oder nicht bet\u00e4ubt), eine Vorzeigegruppe \u201eL\u00f6sungsmittel\u201c, gef\u00fcttert mit Sirup, der das L\u00f6sungsmittel enth\u00e4lt in der gleichen Konzentration wie in den behandelten (oder bet\u00e4ubten) Gruppen<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die zuf\u00e4llige Verteilung der Tiere, um die Variabilit\u00e4t der Untersuchungen zu begrenzen.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Verwendung einer korrigierten Sterblichkeitsrate bei der Behandlung der Ergebnisse, so wie die Ber\u00fccksichtigung der toten Bienen bei der Evaluierung der Sirupeinnahmemenge. Die unausgereiften Ergebnisse m\u00fcssen im Abschlussbericht erscheinen.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Verwendung statistischer Tests, welche es erm\u00f6glichen, die signifikanten oder nicht signifikanten Wirkungen zwischen den Vorzeigegruppen und den behandelten Tieren aufzuzeigen, muss systematisch erfolgen. Diese Tests m\u00fcssen an die Experimentbedingungen angepasst werden und die Wiederholung der Intoxikationen ber\u00fccksichtigen (Vorschl\u00e4ge: ANOVA zu wiederholten Messungen).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>9.3 Allgemeine Empfehlungen bez\u00fcglich der Untersuchungen im abgeschlossenen Bereich und auf dem Feld<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den vorangegangenen Empfehlungen m\u00fcssen die folgenden Kriterien ber\u00fccksichtigt werden:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Untersuchungen an Kolonien (Entwicklung, Produktion, Verbrauch, etc.) m\u00fcssen eine Mindestst\u00e4rke von einigen Tausenden von Bienen umfassen (10 % der Mindestst\u00e4rke einer normalen Kolonie unter nat\u00fcrlichen Bedingungen)<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Verhaltensbeobachtungen m\u00fcssen:<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gezielt sein (genauer anzugebendes Verhaltensschema),<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sich \u00fcber einen Zeitraum erstrecken (mehrere Tage oder mehrere Wochen),<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Regelm\u00e4\u00dfig sein (H\u00e4ufigkeit und Datum),<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eine Nachpr\u00fcfungsphase umfassen (Sp\u00e4twirkungen)<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gekennzeichnete Bienen verwenden,<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Untersuchungen, welche die Wirkung von kontaminiertem Pollen, Nektar oder Honig testen, m\u00fcssen zuvor den Imidaclopridgehalt in diesen Matrizen (Begrenzung der Quantifizierungen kleiner oder gleich 1 ppb) und den biologischen Abbau des Schadstoffs im Laufe der zeit zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Historie diese behandelten Kulturen muss bekannt sein (Behandlungen, vorangegangene Kulturen, etc.)<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bei den Freilandversuchen mit Intoxikation \u201ean Bl\u00fcten\u201c muss die Fl\u00e4che der Kulturen ausreichen gro\u00df sein, um die Wahrscheinlichkeit, dass die Bienen andere Kulturen nutzen, zu minimieren. Des gleichen muss, wenn der Wirkstoff \u00fcber den F\u00fctterapparat verf\u00fcgbar ist, die Entfernung zwischen Stock und F\u00fctterapparat ausreichend gro\u00df sein.<\/p>\n<p>o\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Pollenanalyse muss anhand einer Probe von Sammlerinnen durchgef\u00fchrt werden (Pollen im Mageninhalt und in den Hosen), um so die Exposition der Bienen an kontaminierten Pflanzen zu bestimmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>10. Durchzuf\u00fchrende Arbeiten zur Vervollst\u00e4ndigung der multifaktoriellen Untersuchung<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Bericht muss fortlaufend mit den k\u00fcnftigen Arbeiten der Mitglieder der CST-Untergruppe Metrologie angereichert werden. Es handelt sich um:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Umsetzung einer Evaluierung der Risiken f\u00fcr Fipronil in der gleichen Art, wie die f\u00fcr Imidacloprid<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Analyse anderer mit den Bienenverlusten implizierten Faktoren (Krankheiten, Praktiken in der Bienenzucht und in der Landwirtschaft, genetische Varianten der kultivierten und behandelten Pflanzen, Einfluss von Terpenen, \u2026) in enger Zusammenarbeit mit der Untergruppe Organisation.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Anfertigung einer Bestandsaufnahme \u00fcber die in anderen L\u00e4ndern festgestellten Beschwerden der Bienen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Evaluierung der Risiken f\u00fcr mit dem Saatgutbeizmittel generierten Biene wurde unter Ber\u00fccksichtigung aller Daten bez\u00fcglich Exposition, Toxizit\u00e4t und mit der Ausarbeitung von Szenarien, welche am besten die Intoxikation der Bienen in ihrer nat\u00fcrlichen Umgebung wiederspiegeln, durchgef\u00fchrt. Die f\u00fcr die Evaluierung der Risiken verwendeten Schritte, die verschiedenen ausgearbeiteten Szenarien, so wie die infolge der bei der Evaluierung der Daten angetroffenen Probleme m\u00fcssen in den Untersuchungen \u00fcber die Risiken anderer Insektizidprodukte, welche f\u00fcr die Boden- oder Saatgutbehandlung verwendet werden, in der Homologisierungsphase verwendet werden. Die Ausbreitung anderer Insektizidarten ist ebenfalls in Betracht zu ziehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>CST-Studie aus dem Jahr 2003 Teil 3 Zweiter Teil\u00a0: Evaluierung der Risiken. 1 5 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Evaluierung der Wirkungen. 2 5.1 Methodologie. 2 5.2 Evaluierung der Wirkungen anhand der Daten der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4099,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[207],"tags":[203],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v20.10 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>CST Studie Teil 3 - ResistantBees<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/resistantbees.es\/?p=4106\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"CST Studie Teil 3 - 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